Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung Im digitalen Bilderrausch

Dienstag, 21.04.2020
18:05 bis 18:30 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Im digitalen Bilderrausch
Wie Fotografieren unsere Wahrnehmung beeinflusst
Von Claudia Schaffer
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Schnappschüsse und Selfies mit dem Smartphone sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Pro Sekunde drücken Menschen rund um den Globus 40.000 Mal auf den Auslöser. Bei Google archivieren rund 500 Millionen Menschen täglich weit über eine Milliarde Fotos und Videos. Plattformen wie Snapchat und Instagram boomen. Weil das Fotografieren längst zu einem Massenphänomen geworden ist, haben US-Forscher untersucht, welche Auswirkungen die Bilderflut auf unsere Wahrnehmung hat. Es macht zum Beispiel einen Unterschied, ob man nur für sich selbst fotografiert oder ob man die Bilder mit anderen über soziale Medien teilt. Studien zeigen: Fotografieren kann die Freude am eigenen Erleben verstärken, aber auch negative Gefühle intensivieren. Die dauernde Bilderflut verändert unseren Blick auf die Vergangenheit und hat Einfluss auf unsere ganz persönliche Erinnerungskultur. Manche Forscher sprechen schon vom ausgelagerten Gedächtnis, dem sogenannten kognitiven Offloading, das dazu führt, dass Fotografieren sogar Erinnerungsdefizite verursachen kann.

Redaktion: Sabine Straßer

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