Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Die Welt der Wale

Walflosse im Meer | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 27.02.2020
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Wale
Faszinierende Wanderer der Ozeane

Pottwale
Tauchmeister der Tiefsee

Das Kalenderblatt
27.2.1693
Erste Frauenzeitschrift der Welt erscheint
Von Anja Mösing
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wale - faszinierende Wanderer der Ozeane
Autor: Helmut Stapel / Regie: Kirsten Böttcher
Wale faszinieren die Menschen wegen ihrer Größe, ihrer Intelligenz und ihrer Gesänge. Die geheimnisvollen Wanderer der Ozeane müssen immer wieder zur Wasseroberfläche kommen, um Luft zu holen - vom 30 Meter langen Blauwal bis zum Delphin. Das wurde den Walen fast zum Verhängnis. Durch intensive Bejagung standen in den 1930er-Jahre viele Arten kurz vor der Ausrottung. Inzwischen haben sich viele Bestände durch weltweite Schutzmaßnahmen wieder erholt und werden intensiv erforscht. Trotzdem gibt es noch viele Geheimnisse rund um die Meeressäuger. Tauchen Pottwale wirklich bis zu 3.000 Meter tief und was steckt hinter den Walgesängen? Mit eigens entwickelten Lauschstationen versuchen Forscher in der Antarktis, den Geheimnissen der Wale auf die Spur zu kommen. Doch vieles aus dem Leben dieser Meeresbewohner ist noch unerforscht. Buckelwale zum Beispiel ändern jedes Jahr ihren Gesang und bisher weiß niemand warum - nur eines der großen Rätsel rund um die Wale dieser Welt.

Pottwale - Tauchmeister der Tiefsee
Autorin: Mechthild Müser / Regie: Sabine Kienhöfer
Sie gehören zu den Giganten der Meere, männliche Pottwale können bis zu zwanzig Meter lang werden, die Weibchen sind deutlich kleiner. Während die Männchen in fast allen Ozeanen zuhause sind, durchpflügen die Weibchen die wärmeren Gewässer der Subtropen und Tropen, um ihre Jungen großzuziehen. Sie leben in Gruppen und tragen gemeinsam die Fürsorge für den Nachwuchs. Auch Jungbullen bleiben noch zusammen, wenn sie losziehen, ältere Pottwale leben eher als Einzelgänger. Charakteristisches Merkmal der hochentwickelten Spezies ist ihr Kopf, er macht ein Drittel der Körperlänge aus und ähnelt einem Topf, daher der Name: Pottwal. Sie tauchen in ungeheure Tiefen, um Tintenfische und Kalmare zu ergattern. Ihre Beute spüren sie per Echolotung auf, ihre Klicks erreichen eine Lautstärke von bis zu 230 db, lauter ist kein Tier im Ozean. Bei früheren Walfängern war der Pottwal sehr beliebt, nicht nur wegen seiner dicken Fettschicht, sondern auch, weil sich in seinem riesigen Kopf eine feine Substanz befindet, die sich vielseitig verwerten ließ: Walrat. Heute gelten Pottwale als gefährdet und dürfen nicht gejagt werden.

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Bernhard Kastner

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