Bayern 2

Theo.Logik Exzess, Ekstase, Entgrenzung: Gedanken über den Rausch

Symbolbild Rausch: Mann leert Schnapsflasche | Bild: dpa picture alliance

Montag, 24.02.2020
21:05 bis 22:00 Uhr

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BAYERN 2

Exzess, Ekstase, Entgrenzung: Gedanken über den Rausch
Rausch als Kontaktaufnahme zu Gott: Der Tanz der Derwische. Von Kristina Dumas /
"Opium des Volkes": Die Bedeutung des Rausches in den Religionen. Von Anna Giordano /
Warum trinken Bayern Bier? Kleine Kulturgeschichte des Rausches. Von Adrian Dittrich /
Braucht der Mensch den Rausch? Interview mit dem Philosophen Franz Josef Wetz
Moderation: Wolfgang Küpper
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Rausch und Religion - da gibt es eine Verbindung, schon vor Karl Marx und seiner Diagnose, Religion als "Opium des Volkes". Rauschmittel spielen eine Rolle in den Glaubensrichtungen, etwa der Wein im christlichen Gottesdienst, der allerdings in Maßen genossen werden soll, Cannabis bei den Rastafaris auf Jamaika oder halluzinogene Pflanzen bei indigenen Völkern auf dem amerikanischen Kontinent. Doch, dass Berauschung nicht immer eine Droge braucht zeigt zum Beispiel der Sufismus, eine mystische Strömung des Islam: Allein durch seinen Tanz, die Drehung um die eigene Achse versuchen die "Derwische" eine Verbindung zu Gott herzustellen. Ähnliche Formen der Ekstase finden sich auch in der Praxis der Lobpreis-Gottesdienste, bei der das Gebet in energischer Hingabe zu christlicher Rockmusik praktiziert wird. Warum brauchen wir den Rausch? Die Ekstase und Entgrenzung durch körperliche oder geistige Aktivität, durch Gebet, Tanz und Meditation? Und warum brauchen wir als Gesellschaft hin und wieder den ganz banalen Rausch durch Bier, Wein und Schnaps - wie jetzt im Fasching und Karneval? Theo.Logik blickt hinter die Kulissen der Rauschzustände.

Über Gott und die Welt

Die Verfallszeit tagesaktueller Themen ist heutzutage oft erschreckend klein. Darunter leiden vor allem die etwas komplizierten Fragen und Antworten aus den Bereichen Religion, Theologie, Philosophie und Weltanschauung. Theo.Logik versucht diese Lücke zu schließen.