Bayern 2

Aus dem Studio Franken Concerto bavarese Fränkische Komponisten

Nacht auf Mittwoch, 05.02.2020
00:12 bis 02:00 Uhr

BAYERN 2

Zum 95. Geburtstag des Komponisten Franz Möckl
Franz Möckl: Sonata (Lichtenfelser Blechbläser: Alfred Förner); "Wege und Stationen" (Edgar Eichstädter, Klarinette; Johannes Donhauser, Fagott; Klaus Rohleder, Horn; Detleff Messerschmitt, Emil Kiss-Lazar, Violine; Martin Peetz, Viola; Burkhard Sauber, Violoncello; Reimund Seifert, Kontrabass); Klarinettenkonzert (Wolfgang Meyer, Klarinette; Hofer Symphoniker: Howard Golden); H. E. Erwin Walther: Sechs Lieder (Yvonne Friedli, Sopran; Frank Gutschmidt, Klavier); Hans Ludwig Schilling: "Rendezvous" (Karl Schicker, Flöte; Hermann Schwander, Schlagzeug); Günther Thim: Toccata (Erich und Barbara Appel, Klavier); Werner Heider: "In der Stille der Zeit" (Werner Jacob, Orgel)

Er gehörte zu den aktivsten, produktivsten, verdientesten Musikerpersönlichkeiten in Franken: Franz Möckl - Musikpädagoge, Dozent für Lehrer- und Chorleiterfortbildung, Volksliedforscher, Dirigent und Komponist. Am 2. Februar jährte sich sein Geburtstag zum 95. Mal. Geboren wurde Franz Möckl also 1925, und zwar im westböhmischen Bernau. Schön früh sammelte er mannigfache praktische musikalische Erfahrungen, spielte Klarinette im Jugendorchester und studierte neben seiner Lehrerausbildung später Violine und Musiktheorie. Nach Kriegsteilnahme als Marineoffizier und der Vertreibung aus dem Sudetenland kam Franz Möckl nach Franken. Er wirkte zunächst als Lehrer in Ottowind bei Coburg, später in Niederfüllbach, wo er bis ins hohe Alter den Singverein leitete und 2014 auch verstarb. 1955 gründete er den Weinberg-Singkreis, der seit 1966 unter dem Namen Fränkischer Kammerchor auch international auftrat und unter Möckls Leitung zahlreiche Rundfunk- und Plattenaufnahmen einspielte. Zu den organisatorischen Leistungen des Musikers gehören u.a. die Einführung von Jugendsymphoniekonzerten im Landestheater Coburg, die Gründung der Festivals Musische Wochen auf Schloss Schwanenberg und des Musiksommer Obermain. Als Mitglied des Musikausschusses des Fränkischen Sängerbundes leitete Franz Möckl seit 1986 dessen Frauenchor. Der Volksliedforscher brachte 1962 sein Fränkisches Liederbuch heraus. Als Komponist hat Möckl ein beachtliches Œuvre geschaffen. Es umfasst symphonische und konzertante Orchesterwerke, Kammermusik, Sing- und Spielmusiken sowie viele andere Vokalwerke, darunter Kantaten, Chorlieder und Chorzyklen. Für seine Verdienste wurde Franz Möckl 1983 mit dem Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet.