Bayern 2

radioWissen Fellini und die Cinecittà

Federico Fellini | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 21.01.2020
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Die Cinecittà
Filmklassiker aus der ewigen Stadt

Federico Fellini
Viel mehr als "La dolce Vita"

Das Kalenderblatt
21.1.2001
Jutta Kleinschmidt gewinnt als erste Frau die Rallye Paris-Dakar
Von Simon Demmelhuber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Cinecittà - Filmklassiker aus der ewigen Stadt
Autorin: Antje Dechert / Regie: Frank Halbach
„Ben Hur“, „La Dolce Vita“ oder „Spiel mir das Lied vom Tod „- Leinwandklassiker, die Geschichte schrieben, weil sie filmisch neue Maßstäbe setzten. Gedreht wurden sie alle in der legendären Filmstadt vor den Toren Roms: in Cinecittà. Nicht nur die großen Meister des italienischen Kinos wie Roberto Rossellini, Lucino Visconti oder Federico Fellini arbeiteten dort. Ab den 1950er Jahren entdeckte auch Hollywood die italienischen Studios. Aufwändige Produktionen wie „Cleopatra“ oder „Krieg und Frieden“ konnten in Rom billiger, aber hochprofessionell gedreht werden. Die Cinecittà wurde zum Hollywood am Tiber, Rom zur monumental-romantischen Kulisse für das süße Leben des internationalen Jet-Sets. Stars wie Audrey Hepburn, Lex Barker, Sophia Loren oder Cary Grant mischten sich ins Nachtleben der Ewigen Stadt - ein gefundenes Fressen für die Paparazzi. Gebaut wurden die Cinecittà-Studios 1936 von Benito Mussolini. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie ein Camp für Displaced People. Heute sind sie eine Touristenattraktion mit neuem Museum und nach wie vor ein gefragter Drehort. Radiowissen mit einer Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Cinecittà.

Federico Fellini - Viel mehr als "La dolce Vita"
Autor: Florian Kummert / Regie: Martin Trauner
Er gilt als der große Zauberkünstler des Kinos: Federico Fellini. Seine Bilderwelten, sinnliche Dioramen voll Phantasie, Symbolkraft und traumhaften Stimmungen haben ihn zu einem Giganten der Kinokunst des 20. Jahrhunderts gemacht. In "La dolce vita" lockt die verführerische Anita Ekberg Marcello Mastroianni in den Trevi-Brunnen. Die Dreharbeiten dazu waren weniger verführerisch. Das Wasser im Brunnen hatte nur frostige fünf Grad. Fellini hat in seinen 25 Filmen eine ganz eigene, unverwechselbare Ästhetik geschaffen. Fellini, der Bildmagier, der im Studio ganze Straßenzüge bis ins Detail nachbaute, der seinen Schauspielern aber nie ein Drehbuch zum Lesen gab, was diese oft zur Verzweiflung brachte. Seine Karriere begann er als Karikaturist und zeichnete auch als Filmemacher die Entwürfe für seine Figuren alle selbst. Die Frauen haben es ihm dabei besonders angetan, vor allem die spöttische Hure. Ihnen setzte er in seinen Filmen ebenso ein Denkmal wie der Welt des Zirkus und des Provinzkabaretts mit seinen schrägen Figuren.

Moderation: Kristina Thiele
Redaktion: Andrea Bräu

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