Bayern 2

Aus dem Studio Franken Concerto bavarese Fränkische Komponisten

Nacht auf Mittwoch, 27.11.2019
00:12 bis 02:00 Uhr

BAYERN 2

Zum 95. Geburtstag des Komponisten Waldram Hollfelder
Waldram Hollfelder: Variationen über ein Thema von H. L. Haßler (Nürnberger Symphoniker: Günter Neidlinger); Kapriolen Trio (Denner-Trio); "Vater unser" (Vocanta: Joachim Adamczewski); Quartett für vier Saxofone (Akademie-Quartett); Flötenkonzert (Karl Schicker, Flöte; Fränkisches Landesorchester: Erich Kloss); Franz Möckl: Klarinettenquintett (Edgar Eichstädter, Klarinette; Detleff Messerschmidt, Catherine Weitzdörfer, Violine; Martin Peetz, Viola; Burkhard Sauber, Violoncello); Hans Ludwig Schilling: "Super Aria Sebaldina" (Helmut Scheller, Helmut Walz, Orgel); Kerstin Thieme: "Rapsodia Festiva", Konzert (Norbert Nagel, Altsaxofon; Dorian Keilhack, Klavier; Nürnberger Symphoniker: Thomas Gabrisch)

Zum 95. Geburtstag von Waldram Hollfelder
Am 23. November wäre der 2017 verstorbene Komponist Waldram Hollfelder 95 Jahre alt geworden. Geboren 1924 in der mittelfränkischen Ortschaft Markt Erlbach, studierte Waldram Hollfelder nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im Jahr 1948 zunächst privat Klavier- und Kompositionsunterricht bei Willy Spilling in Nürnberg - dem damaligen Leiter der Musikredaktion im Studio Franken des Bayerischen Rundfunks. Außerdem begann er in Erlangen mit der Ausbildung zum Kirchenmusiker, die er 1952 in Heidelberg abschloss. Großen Einfluss auf sein Komponieren hatte Wolfgang Fortner, damals Professor für Musiktheorie in Heidelberg und einer der führenden Komponisten der Nachkriegszeit.
Die berufliche Laufbahn führte Waldram Hollfelder wieder zurück nach Franken, zunächst als Stadtkantor in Neustadt an der Aisch, anschließend bis 1987 als Musiklehrer an der städtischen Wirtschaftsschule in Nürnberg. „Für mich sind zwei Dinge wichtig“, sagte Waldram Hollfelder: „Klang und Rhythmus“. Obwohl er sich auch mit seriellen Techniken bei den Darmstädter Ferienkursen beschäftigte, orientierte sich sein Stil eher an Paul Hindemith und Wolfgang Fortner. „Der Klang muss durchsichtig sein“, hat Hollfelder als sein kompositorisches Credo ausgegeben.