Bayern 2

Zeit für Bayern Kunst und Handwerk

Samstag, 16.11.2019
21:05 bis 22:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Der schöne Tod
Die Nürnberger Epitaphienkunst - gestern und heute
Von Barbara Bogen

Altes Handwerk, neue Formen
Der Schmied Otto Baier
Von Julie Metzdorf

Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der schöne Tod
Die Nürnberger Epitaphienkunst - gestern und heute
Von Barbara Bogen

Die Jahrhunderte alten Nürnberger Friedhöfe St. Johannis und St. Rochus zählen weltweit zu den schönsten Begräbnisstätten. Berühmt wurden beide Orte aber nicht allein durch die historischen Grabstätten so namhafter Künstler und Geistesgrößen wie Albrecht Dürer, Veit Stoß oder Willibald Pirckheimer, sondern auch durch ihre einzigartige Vielzahl von Epitaphien aus insgesamt sechs Jahrhunderten. Epitaphien sind kunsthistorisch wertvolle Grabinschriften, die reich verziert und kunstvoll aus Bronze oder Messing auf den liegenden Grabsteinen angebracht wurden. Sie geben bildhaft Auskunft über den Bestatteten und seine Familie und stehen nicht zuletzt für das Prestige des Verstorbenen über seinen Tod hinaus.

Auch heute noch gibt es noch viele Menschen, die sich ein Epitaph für ihren Grabstein noch zu Lebzeiten bestellen. Die heutigen Entwürfe müssen vom Epitaphiengremium abgesegnet werden und sind durchaus nicht immer unumstritten.
Lange Zeit hat die Stadt Nürnberg den einzigartigen kulturhistorischen Schatz der Epitaphien vernachlässigt. Viele Grabinschriften haben dringenden Restaurierungsbedarf, zahlreiche Gruften sind vom Einsturz bedroht. Im Zuge von Nürnbergs Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 erinnert sich die Stadt aber doch wieder an ihr einzigartiges Erbe und die Verantwortung, die damit verbunden ist.

Altes Handwerk, neue Formen
Der Schmied Otto Baier
Von Julie Metzdorf

Eisenschmiede gelten als die ersten Handwerker in der Geschichte der Menschheit. Die Beherrschung des Feuers und die Möglichkeit, ein so hartes Material wie Eisen durch Erwärmen nach ihrem Willen zu formen, verliehen ihnen in alten Zeiten hohes Ansehen. Die Obermenzinger Schmiede an der Pippinger Straße ist eine der ältesten Schmiedewerkstätten Deutschlands. Über 500 Jahre lässt sich eine Schmiede an diesem Ort zurückverfolgen, direkt am alten Ortskern neben Kirche und Wirtshaus. Hier wurde 1943 Otto Baier geboren. Schon sein Vater und sein Großvater waren Schmiede in Obermenzing. Otto Baier machte zunächst eine klassische Ausbildung zum Schmied, studierte danach aber auch noch Design. Er schmiedet Altarkreuze und Gitter ebenso wie kunstvolle Schalen und Skulpturen. Otto Baier ist international bekannt. Seine Arbeiten sind unter anderem in der Pinakothek der Moderne und im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg ausgestellt.
Julie Metzdorf hat Otto Baier in seiner Werkstatt über die Schulter geschaut und mit ihm über das Schmiedehandwerk und seine Liebe zur Kunst gesprochen.

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