Bayern 2

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Altes Straßenpflaster | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 14.10.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Geschichte der Bergführer
Vom Nebenjob zum Profi

Pflasterers hartes Handwerk
Wie die Stadt zur Straße kam

Das Kalenderblatt
14.10.1955
Kermit der Frosch wird geboren
Von Isabella Arcucci
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Geschichte der Bergführer - Vom Nebenjob zum Profi
Autor: Markus Mähner / Regie: Martin Trauner
Wer heute in den Alpen einen 4000er besteigen will und es sich alleine nicht zutraut, der wendet sich an einen Bergführer. Das sind hochspezialisierte Experten, die eine dreijährige staatlich geprüfte Ausbildung hinter sich haben. Sie kennen sich nicht nur in den Bergen aus, sondern verstehen auch viel von Meteorologie, Lawinenkunde, Medizin, Flora und Fauna.
Früher, im „goldenen Zeitalter“ des Alpinismus hingegen war es gar nicht so leicht, an gute Bergführer zu kommen. Die meisten Einheimischen wollten selber gar nicht rauf ins schwierige Gebirge, und die Wenigen, die sich in großen Höhen auskannten, waren hauptsächlich „Outlaws“: Schmuggler und Wilderer. Dass deren Umgangsformen nicht zu denen der oft aristokratischen Touristen passten, liegt auf der Hand. Bald sannen erste Bergführervereinigung auf Abhilfe.

Pflasterers hartes Handwerk - Wie die Stadt zur Straße kam
Autorin und Regie: Anja Mösing
Ob mit Kieseln, Knüppeln, akkurat beschnittenem Kernholz oder gemeißelten Steinen: Straßen zwischen Behausungen wurden befestigt, seit die Menschen begannen sesshaft zu werden. Auch in Bayern. Nach römischer Hochkultur, die in Augusta Vindelicorumantiken, dem antiken Augsburg, und in Castra Regina, dem antiken Regensburg zu wunderbaren Pflasterungen führte, kam in bayerischen Städten die düstere und auf Wegen vor allem schlammige Zeit des Mittelalters. Für aufwendige Pflasterarbeiten, die nur mit kontinuierlichen Instandhaltung und Säuberung sinnvoll war, war keine Kraft übrig. Mit anhaltender Friedenszeit und mit dem raschen Wachstum der Städte zu Beginn des Industriezeitalters wuchs auch der Wunsch, auf innerstädtischen Wegen nicht mehr knöcheltief im Schlamm zu versinken und kostbare Fracht nicht mehr durch unnötiges Holpern in Gefahr zu sehen. Welche kuriosen Experimente bayerische Stadtväter unternahmen, um ihre Wege nur annähernd in den Zustand des alten Roms zu bringen, von welchen Überlegungen sie geleitet wurden und welche Menschen tatsächlich das harte Handwerk des Pflasterns übernahmen, davon berichtet diese Sendung.

Moderation: Michael Zametzer
Redaktion: Thomas Morawetz
Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
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