Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Die Sklaverei in Nordamerika

Sklavenhandel Jamestown | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 09.09.2019
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Der Beginn des Sklavenhandels in Nordamerika
Jamestown

Harriet Tubman
Auf den Spuren einer schwarzen Sklavenbefreierin

Das Kalenderblatt
9.9.1893
Erstes Baby im Weißen Haus geboren
Von Isabella Arcucci
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der Beginn des Sklavenhandels in Nordamerika - Jamestown
Autor: Thomas Grasberger / Regie:
Am 20. August 1619 erreicht das englische Freibeuterschiff "White Lion“ die Ostküste Nordamerikas. An Bord befinden sich auch 20 bis 30 Afrikaner, die gegen Proviant getauscht werden sollen. Schnell finden sich Interessenten für diese "Ware Mensch“ - die englischen Siedler von Jamestown, Virginia. Die sind selbst erst zwölf Jahre zuvor in Nordamerika angekommen, kämpfen um das Überleben ihrer Kolonie und kaufen die Schwarzen, um sie sofort auf den Tabakfeldern einzusetzen. Der rechtliche Status der Afrikaner ist zunächst ungewiss, anfangs werden sie noch wie weiße "Leibeigene auf Zeit“ behandelt. Doch der Tabakanbau in Virginia befindet sich bereits im Übergang zur Plantagenwirtschaft. Dafür sind viele Arbeitskräfte notwendig. Und so ändert sich auch recht bald der Status der Afrikaner: Aus Leibeigenen werden Sklaven. Und mit der Sklaverei entsteht bald jener Rassismus, der lange Zeit das Leben in Nordamerika prägt, vor allem in den südlichen Kolonien.

Harriet Tubman - Auf den Spuren einer schwarzen Sklavenbefreierin
Autoren: Michael Marek/Anja Steinbuch / Regie:
In den USA kennt sie fast jedes Kind. In Europa ist die 1822 geborene Sklavin und schwarze Freiheitskämpferin nur wenigen bekannt: Harriet Tubman. Um ihr Leben ranken sich Heldengeschichten und Mythen. Autobiographien und Kinderbücher erzählen von einer energischen kleinen schwarzen Frau, die Zeit ihres Lebens für die Befreiung der Sklaven in den USA kämpfte. 150 Kilometer östlich der US-Hauptstadt arbeitete sie bereits sechsjährig für weiße Farmer. Als 27-jährige junge Frau schloss sie sich Fluchthelfern an. Im Bürgerkrieg zog sie mit den Unionisten gegen die Südstaaten ins Feld: eine Art schwarze Jeanne d’Arc. Ein Kinofilm wird über sie gedreht. Schauplatz ist das sumpfige Flussdelta östlich von Washington. Hier, an der Chesapeake Bay, machten einst die ersten Sklaven-Schiffe aus Afrika fest. Anja Steinbuch und Michael Marek haben sich auf Spurensuche begeben, trafen Angehörige einer mutigen Frau, die im Machtzentrum der USA heute noch, 170 Jahre nach ihrer Flucht aus der Sklaverei, für Aufregung sorgt.

Moderation:
Redaktion: Thomas Morawetz

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