Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Salvador Dalí und Frida Kahlo

Darstellung: Salvador Dali | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 16.07.2019
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Salvador Dalí
Künstler und Provokateur

Frida Kahlo
Gemalter Schmerz

Das Kalenderblatt
16.7.1951
Salingers "Der Fänger im Roggen" erscheint
Von Susi Weichselbaumer
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Salvador Dalí - Künstler und Provokateur
Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber
Er war ebenso berühmt für seine exzentrischen Auftritte wie für den hochgezwirbelten Schnurrbart: Der spanische Künstler Salvador Dalí liebte es, sein Publikum zu schockieren. Geboren 1904 im spanischen Figueras, fand Dalí nach seiner Ausbildung an der Königlichen Akademie der Künste in Madrid in Paris schnell Zugang zur Gruppe der Surrealisten, der er mit seiner überbordenden Phantasie und der Entschlossenheit zur Verrücktheit neuen Schwung verlieh. Später allerdings begegneten Freunde und Kollegen aus jener Zeit Dalí mit Misstrauen: In ihren Augen hatte dieser sich unter dem Einfluss seiner Frau Gala zu sehr zur, wie sie es ausdrückten, "Geldmaschine“ entwickelt. Was bei all der Kritik oft in Vergessenheit geriet, war Dalís ungeheures künstlerisches Können. Viele seiner Bilder, egal ob die zerfließenden Uhren, brennenden Giraffen oder die ebenfalls für ihn typischen langgezogenen menschlichen Körper, aus denen Schubladen ragen, sind gemalt im Stil der alten Meister: in Bilder gebannte Träume, die direkt dem Unterbewusstsein zu entstammen scheinen.

Frida Kahlo - Gemalter Schmerz
Autorin: Julia Devlin / Regie: Irene Schuck
Frida Kahlos Krankenakte wäre eine beeindruckende Liste von Leiden: Spina bifida, Polio, ein horrender Unfall mit multiplen Knochenbrüchen und inneren Verletzungen, mehr als dreißig Operationen, Fehlgeburten, Abtreibungen, unerfüllter Kinderwunsch, Alkohol- und Tabaksucht, Amputation, Suizidversuch und früher Tod mit nur 47 Jahren. Aber nichts konnte ihren Willen brechen, ihr Leben trotz aller Widrigkeiten voll auszuschöpfen. Eines der Mittel, ihr Leid zu überwinden, war die Malerei. Frida war Autodidaktin, brachte sich das Malen auf dem Krankenbett selber bei und gab ihrem Leben dadurch einen neuen Sinn, nachdem ein Unfall ihre Hoffnungen auf ein Medizinstudium zunichte gemacht hatte. Ihre Bilder spiegeln aber nicht nur ihre Trauer und ihren Schmerz, sondern auch ihre subtile, an Freud geschulte psychologische Beobachtungsgabe und vor allem ihre unbändige Lebensfreude, ihre alegría. Und so schrieb sie noch als Sterbende auf ihr letztes Gemälde, ein Stillleben mit Wassermelonen: "Viva la Vida".

Moderation: Christina Thiele
Redaktion: Andrea Bräu

Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
http://br.de/s/5AgZ83

Die ganze Welt des Wissens

radioWissen bietet Ihnen die ganze Welt des Wissens: spannend erzählt, gut aufbereitet. Nützlich für die Schule und bereichernd für alle Bildungsinteressierten.