Bayern 2

radioWissen Der Wald und seine tierischen Helfer

Freitag, 17.05.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Wald im Wandel
Schädlinge und Klimafaktoren als Risiko

Tierische Waldpfleger
Insekten, Vögel, Eichhörnchen

Das Kalenderblatt
17.5.1992
Münchner Flughafen im Erdinger Moos in Betrieb genommen
Von Thomas Grasberger
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wald im Wandel - Schädlinge und Klimafaktoren als Risiko
Autor: Volker Mrasek / Regie: Christiane Klenz
Feld- und Bergulme? Bis auf wenige Restbestände aus unserer Landschaft verschwunden. Die Esche? Durch ein neuartiges "Triebsterben" existenzbedroht. Die Esskastanie? Vom Rindenkrebs befallen. Die Eiche? Immer öfter heimgesucht von einer ganzen "Fraßgemeinschaft" aus diversen Schmetterlingsraupen. Globaler Handel und Klimaerwärmung setzen unseren Wäldern zu, Laub- und Nadelhölzer ächzen unter dem Befall mit eingeschleppten Schädlingen und veränderten Umweltbedingungen. Welche Baumarten kommen mit dem erhöhten Stress klar, von welchen müssen wir uns vielleicht verabschieden? Lässt sich das Eschen- und Eichensterben noch aufhalten? Die Forstwissenschaft steht vor einer großen Herausforderung. Schon heute muss sie den Wald von morgen planen. Und der könnte ganz anders aussehen als heute.

Tierische Waldpfleger - Insekten, Vögel, Eichhörnchen
Autorin: Christiane Seiler / Regie: Susi Weichselbaumer
Wald ist wesentlich mehr als eine Ansammlung von Bäumen, Wald ist ein faszinierendes Ökosystem mit einer riesigen Artenvielfalt. Solange sich das System im Gleichgewicht befindet, wirken alle Arten zusammen um das Wachstum des Waldes zu fördern - deshalb ist es wichtig, dieses Gleichgewicht nicht zu stören. In einigen naturnahen Wäldern Deutschlands lässt sich das noch gut beobachten. Allein im Nationalpark Bayerischer Wald wurden bis 2011 7.300 Tier- und Pflanzenarten wissenschaftlich bestimmt, einen ähnlichen Artenreichtum birgt der Buchenwald Grumsin bei Berlin, der zum Weltnaturerbe gehört. Tiere werden im Wirtschaftswald oft als Fressfeinde abgestempelt, aber gerade Tiere, kleine wie große, sind als Waldpfleger unermüdlich im Einsatz: Eichelhäher vergraben Vorräte in Form von Eicheln und Bucheckern im Boden und unterstützen so den Förster bei der Wiederaufforstung. Auch Eichhörnchen legen Verstecke an, sie trocknen sogar Pilze im Geäst. Ameisen und viele andere Insektenarten lockern den Waldboden auf, Regenwürmer bilden Humus, Käfer betreiben Holzrecycling im Totholz und schaffen so Platz für neue Bäume. Neuere Forschungen sprechen sogar von einer biochemischen Kommunikation zwischen den Bäumen und der sie umgebenden Tierwelt.

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Bernhard Kastner

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