Bayern 2

radioFeature Aufbruchstimmung im Senegal

Sonntag, 17.02.2019
21:05 bis 22:00 Uhr

BAYERN 2

Was ist dran am neuen Afrika?
Von Kathrin Reikowski

Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

2018 wurde kaum ein Film weltweit so stark diskutiert wie Black Panther. Der Superhelden-Film strahlt schwarzes Selbstbewusstsein geradezu aus und zeigt einen fiktives afrikanisches Land, das extrem fortschrittlich ist. 2019 soll die erste erste afrikanische Netflix-Serie gedreht werden. Und der senegalesische Ökonom Felwine Sarr liest in Europa vor vollen Häusern aus seinem Essai “Afrotopia”. Das Buch stellt unsere Vorurteile gegenüber Afrika auf den Kopf und propagiert die These: Afrika ist nicht der Kontinent der Katastrophen und Probleme. Afrika hat im Gegenteil Lösungen anzubieten, von denen die ganze Welt profitieren kann.

Woher kommt dieses neue afrikanische Selbstbewusstsein? Wer sind die Menschen, die neue Visionen für ihren Kontinent entwerfen? Und ist die Aufbruchstimmung auch in Afrika selber zu spüren? Was ist wirklich dran an der Utopie von “Afrotopia”? Um diese Fragen zu beantworten reist radioFeature-Autorin Kathrin Reikowski an einen der Hotspots dieser Entwicklungen: die Metropole Dakar im Senegal. Ende Februar wird im Senegal ein neuer Präsident gewählt. Vor sieben Jahren hat hier eine junge Protestbewegung aus Aktivisten und Künstlern einen politischen Neuanfang eingeleitet. Hier fand kürzlich die Biennale Dak’ Art statt. Von hier kommt Felwine Sarr, der Autor von “Afrotopia”.

Kathrin Reikowski sucht nach den Ideen und Erzählungen, mit denen Künstler und Denker das Loch füllen möchten, das die koloniale Vergangenheit gerissen hat. Und sie sucht nach Lösungsansätzen, die nicht nur ein neues Afrika schaffen, sondern auch unsere Beziehungen zu den Menschen dieses Kontinents verändern könnten. Bei ihren Recherchen im Senegal stellt sie schnell fest, dass viele Vision noch weit von der Realisierung entfernt sind. Aber sie findet sie auch: Die Menschen, die an einem anderen Afrika arbeiten.