Bayern 2

Katholische Welt Klosterherbergen an der ligurischen Küste

Sonntag, 20.01.2019
08:05 bis 08:30 Uhr

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BAYERN 2

Madonnen blicken über das Meer
Die Klosterherbergen an der ligurischen Küste
Von Dorette Deutsch
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Die Cinque Terre an der ligurischen Küste sind ein beeindruckendes Beispiel für das Zusammenspiel von Mensch und Natur, entstanden vor bis zu tausend Jahren um Heiligtümer und Pilgerherbergen. Als einmaliges Landschaftskunstwerk wurden die fünf Dörfer in den neunziger Jahren UNESCO-Weltkulturerbe und durch den Nationalpark Cinque Terre weltweit bekannt: Damit wurden die fünf Orte Ziel des Massentourismus mit verheerenden Folgen für die ganze Landschaft. In den Dörfern zählt vor allem das schnelle Geld, ohne Rücksicht, welchen Schaden dieses Landschaftskunstwerk nimmt, das inzwischen kaum jemand noch bestellen will. Lediglich die "Santuari" sind die letzten Bastionen gegen die Auswüchse des Tourismus. Entstanden waren sie als Pilgerherbergen an der alten Via Franchigena, die nach Rom führte. Im 11. Jahrhundert, als die Küste noch von Piratenüberfällen bedroht war, wurden in der Nähe der Heiligtümer die ersten Ansiedlungen errichtet und Terrassen kultiviert. Bis heute sind diese Klosterherbergen Orte der Begegnung, die auch an die Geschichte der Landschaft erinnern: Herbergen, die Besucher aufnehmen, wo sich Menschen in innerer Einkehr zusammenfinden. Das Kapuzinerkloster in Monterosso bietet Aufenthalte mit spirituellen Exerzitien und setzt sich für den Erhalt der Landschaft ein. Auch die Heiligtümer von Reggio und Soviore erzählen von der Geschichte der Landschaft und ihrer spirituellen Dimension. Für Caritas-Leiter Don Franco Martini sind die Heiligtümer der Cinque Terre Orte einer besonderen Schönheit und Ausdruck einer Spiritualität, die direkt zu Gott führt.

Glaube und Leben

Die Katholische Welt thematisiert Fragen aus den Bereichen Christentum und Kirche, Religion und Gesellschaft. Ganz wichtig: Der Dialog - in der Kirche, zwischen den Kirchen, mit den Weltreligionen.