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Breitengrad Wie Bukarest mit altem Erbe neu startet

Die Innenstadt Bukarests aus der Luft fotografiert, zu sehen sind viel alte herrschaftliche Häuser mit großen Kuppeln und attraktiven Giebeln, aber auch schlichte Häuser | Bild: BR

Mittwoch, 14.03.2018
14:05 bis 15:00 Uhr

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Paris des Ostens und Ceaușescus Spielfeld
Wie Bukarest mit altem Erbe neu startet
Von Christine Auerbach

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Die Bukarester waren immer ein Beispiel für Leben und Überleben: Als Nicolae Ceaușescu einst große Teile der Stadt für den Bau seines riesigen Palastes abreißen ließ, stellten sie ihre Kirchen auf Schienen, um sie vor den Abrissbaggern zu retten. Heute müssen sie mit dem zurechtkommen, was der Diktator an architektonischer Verwüstung hinterlassen hat: Vom "Paris des Ostens", wie die Stadt früher genannt wurde, ist nicht mehr viel übrig. Alte Häuser verfallen oder werden zu Spekulationsobjekten, Eigentumsverhältnisse sind oft ungeklärt.
Eine Stadt, in der nicht alles bebaut und durchstrukturiert ist, hat aber auch Vorteile: In Bukarest ist alles möglich, sagen viele Rumänen. Es gibt Platz, es gibt Ideen - nur leider nicht viel Geld, denn Rumänien ist immer noch eines der ärmsten Länder der EU. Das hält die Bukarester aber nicht davon ab, einen Nationalpark mitten in der Stadt anzulegen, mit Bibern und seltenen Vögeln. Zwischen Jugendstil-Villen und Betonfassaden, Denkmälern für die blutigen Aufstände im Sozialismus und Spielstätten des rumänischen Undergrounds ist Bukarest auf der Suche nach einer neuen Identität. Und dabei ist klar: Die Vergangenheit der Stadt ist mindestens so spannend wie ihre Gegenwart.

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