Bayern 2

Aus dem Studio Franken: radioMitschnitt 41. Bardentreffen Nürnberg (1/3)

Kämpferische "Reggae-Prinzessin"  | Bild: Valentin Desjardins

Sonntag, 31.07.2016
21:05 bis 22:00 Uhr

BAYERN 2

"Sounds of Islands"
Live-Schaltungen zum Hauptmarkt und zur Katharinenruine
Musik von Mo'Kalamity, Funny van Dannen, Monsieur Doumani, OUM, La 33 und Franca Masu
Mit Roland Kunz
Teil 2: Sonntag, 7. August 2016, 21.05 Uhr

Eine "Frontfrau" in der Männerdomäne des "Reggae"?....Das ist eher die Ausnahme! Aber die auf den Kapverden geborene Sängerin Mo'Kalamity kannte keine Berührungsängste, als sie 2004 - nach einigen Jahren als Backgroundsängerin - ihre eigene Band "The Wizards" gründete. Schon früh zeigte sich Mo'Kalamity angezogen von karibischen und afro-amerikanischen Klängen und trägt sie 2016 in den Eröffnungsabend des Bardentreffens hinein. "Sounds of Islands" lautet das Motto des Bardentreffens, das Bayern 2 auch 2016 wieder in 3 Folgen mit Interview- und Konzertausschnitten abbildet.
Aus einer Welt unterschiedlichster Farben heraus entstehen die Songs von Funny van Dannen. Dass der Künstler im Frühjahr in einer Ausstellung "Farbenglück" seine neuesten Bilder präsentierte, gerade sein 8. Buch veröffentlichte und mit mehr als 15 Alben eine wahre "Fangemeinde" erreicht, zeugt von einem "Kreativling" erster Güte. Die aus Bogota/Kolumbien anreisende Band "La 33" ist seit ihrer Gründung 2002 eine feste Größe in der internationalen Salsa-Welt. "Radiomitschnitt" schaltet live in die Konzerte von "La 33" und von Franca Masu; sie istdie einzige sardische Sängerin, die im Dialekt ihrer Heimatstadt Alghero international auftritt. In den 90er Jahren kam Franca Masu zum Jazz, sang ihre ersten Lieder im "Algherese", dem Dialekt der katalanischen Eroberer des 14. Jahrhunderts, das bis heute auf der Insel gepflegt wird.
Auch die erst 2011 gegründete dreiköpfige Band "Monsieur Doumani" ist tief in der Folklore ihrer Heimatinsel verwurzelt: Zypern. Aktuelle Themen wie z.B. Finanzkrise oder Korruption werden mit Gitarre und der griechischen "Tzouras" so verpackt, dass sie veritable Songwirkung entfalten und der Band schon einige Preise bescherten.
Die studierte Architektin OUM bringt marokkanische Gnawa-Rhythmen in Balance mit wohldosierten Jazz-, Pop-, Soul- und Funk-Klängen. In ihrem Heimatland Marokko wird die charismatische Sängerin aus Casablanca verehrt wie eine Diva, beim Bardentreffen 2016 erfährt das Publikum, weshalb das so ist!