Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Weimarer Republik

Reichspräsident Paul von Hindenburg | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 28.11.2016
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Die Anfänge der Weimarer Republik
Aufbruch und Dauerkrise

Hindenburg
Ein deutscher Mythos

Das Kalenderblatt
28.11.1925
Reichspatent auf die "zersägte Jungfrau"
Von Henrike Leonhardt

Als Podcast verfügbar

Die Anfänge der Weimarer Republik - Aufbruch und Dauerkrise
Autor und Regie: Rainer Volk
Im November 1918 stand die Niederlage des Wilhelminischen Reichs im 1.Weltkrieg fest. Der Kaiser musste auf Druck der Siegermächte abdanken. Deutschland brauchte eine neue Führung, sowohl politisch wie auch militärisch. Deshalb bildeten Parlamentarier wie Friedrich Ebert (SPD) und Hugo Haase (USPD) rasch einen "Rat der Volksbeauftragten". Diese provisorische Regierung hatte gleich mehrere enorm schwere Aufgaben zu schultern: die Truppen an der Front mussten geordnet in die Heimat ("demobilisiert") gebracht werden, mit den siegreichen Alliierten waren Friedensverhandlungen einzuleiten, die Versorgung der Zivilbevölkerung war zu sichern - und dann brauchte das Land noch eine demokratische Verfassung. Die Sendung skizziert mit Hilfe von Zeitzeugen und Experten die dramatischen Geburtsmonate der Weimarer Republik in den Jahren 1918 und 1919: die Ausrufung der Republik, den Spartakusaufstand in Berlin, die Räterepublik in Bayern und den Weg zur Weimarer Reichsverfassung. Für sie gab es zunächst eine Mehrheit unter der Bevölkerung, weshalb die Demokraten hofften, die erste Republik in Deutschland werde politisch lange blühen.

Hindenburg - Ein deutscher Mythos
Autor: Christian Feldmann / Regie: Irene Schuck
Der fantastische Sieg über die zweite russische Armee bei Tannenberg im August 1914 machte den General Paul von Hindenburg zum Volkshelden. Obwohl er die versunkene Monarchie repräsentierte, wurde er 1925 Reichspräsident der Weimarer Republik. Gewählt hatten ihn mehr als 14 Millionen Deutsche, die - traumatisiert von der Weltkriegsniederlage und misstrauisch gegenüber der Parteiendemokratie - in dem alten General den Retter in der Not sahen, Vaterfigur und Kaiserersatz zugleich. 1932 kandidierte der Vierundachtzigjährige noch einmal für das Amt des Reichspräsidenten, weil er als einziger die Chance hatte, den Konkurrenten Adolf Hitler aus dem Feld zu schlagen. Warum er ihn dann ein Jahr später zum Reichskanzler ernannte, ist bis heute nicht befriedigend erklärt.

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Thomas Morawetz

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