Bayern 2

     

radioWissen am Nachmittag Gmiatlich war's!?

Prinzregent Luitpold | Bild: picture-alliance/dpa/Bilderdienste/bifab

Montag, 12.09.2016
15:05 bis 16:00 Uhr

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BAYERN 2

Mythos Prinzregentenzeit
Die letzten schönen Jahre?

Georg Queri
Bayerisch sprechen, schreiben und dichten

Das Kalenderblatt
12.9.1958
Jack Kilby präsentiert ersten Mikrochip
Autorin: Yvonne Maier

Als Podcast verfügbar

Mythos Prinzregentenzeit - Die letzten schönen Jahre?
Autor: Michael Zametzer / Regie: Eva Demmelhuber
"Es war eine Liebe Zeit, die gute alte Zeit vor Anno 1914."
Die populären Worte aus dem "Königlich bayerischen Amtsgericht" drücken aus, wie das kollektive Bayern die sogenannte Prinzregentenzeit in seinem Gedächtnis abgespeichert hat - bis heute: als Epoche des Friedens, des Wohlstandes und Fortschritts. Die Eisenbahnen stampfen durch das Land, in dessen Mittelpunkt "München leuchtet". An der Spitze regiert ein sanftmütiger Luitpold mit Rauschebart, der am liebsten in der "schiachen Joppen" auf die Jagd geht - und Zigarren verschenkt. Gerade nach dem traumatischen Erlebnis des Ersten Weltkrieges musste diese Epoche von 1886 bis 1912 fast unweigerlich zur "guten alten Zeit" verklärt werden. Was aber ist mit den enormen Kräften, die von Industrialisierung, Landflucht und einer erwachenden Arbeiterbewegung ausgehen? In den Großstädten verdichten sich soziale Not und mangelnde Reformbereitschaft zu einem explosiven Gemisch. Außerhalb Münchens, besonders nördlich der Donau, herrscht oft bittere Armut. Kleinbauern und Taglöhner kämpfen täglich um Brennholz und Nahrung.
Das Feature zeigt die weniger augenfälligen, glanzloseren Seiten dieser Zeit und geht der Frage nach, wie viel Wahrheit wirklich im Mythos Prinzregentenzeit steckt.

Georg Queri - Bayerisch sprechen, schreiben und dichten
Autor: Bernhard Schulz / Regie: Eva Demmelhuber
In der bayerischen Sprache zu Hause, das war Georg Queri. Vielleicht sogar mehr, als seine Zeit- und Künstlergenossen Ludwig Thoma und Ludwig Ganghofer, auch wenn Queri der große literarische Wurf nie gelang. Er war ein genauer Beobachter, ein geschliffener Formulierer, ein furchtloser Dichter, der hockenbleibend im Wirtshaus den Leuten aufs Maul schaute. Ausgerechnet mit seinen volkskundlichen Arbeiten eckte er bei Staat und Justiz an. Während seine zum Teil sehr zweideutigen Gedichte weitgehend unbeanstandet die Runde machten. Mit 40 Jahren viel zu früh verstorben, blieb von seinem Werk gerade so viel, dass er in seiner Heimat zwischen Ammersee und Starnberger See nicht vergessen wurde. Georg Queri - ein bayerischer Dichter.

Redaktion: Thomas Morawetz

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