Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Das Erbe der Vorfahren

Vererbung | Bild: colourbox.com

Montag, 05.09.2016
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Das Vermächtnis unserer Ahnen
Die Gesetze der Vererbungslehre

Epigenetik
Das Gedächtnis des Erbguts

Das Kalenderblatt
5.9.1689
Zar Peter der Große sagt "Bart ab"
Von Ulrich Trebbin

Als Podcast verfügbar

Das Vermächtnis unserer Ahnen - Die Gesetze der Vererbungslehre
Autorin: Claudia Steiner / Regie: Sabine Kienhöfer
Die Genetik ist eine komplizierte Wissenschaft. Individuelle Merkmale werden über Generationen hinweg weitergegeben. Aber welche Gene setzen sich durch? Warum ähneln Kinder manchmal eher den Großeltern als den Eltern? Welche Rolle spielen Gene, welche Umwelteinflüsse? Die Erbanlagen der Eltern werden gemischt, wenn eine Befruchtung stattfindet. Jeder Mensch bekommt 50 Prozent seiner Erbanlagen vom Vater und 50 Prozent von der Mutter. Zur Ausbildung bestimmter Merkmale bedarf es eines äußerst komplexen Zusammenspiels unterschiedlicher Gene. Zwar haben Wissenschaftler inzwischen das menschliche Genom entschlüsselt, die genauen Funktionen der Gene sind aber noch lange nicht bekannt. Es ist sogar umstritten, was genau eigentlich ein Gen ist und wie viele Gene ein Mensch hat. Vor 20 Jahren dachten Forscher noch, dass sie heute genetisch bedingte Krankheiten heilen und defekte Gene einfach austauschen könnten. Inzwischen ist klar: bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Epigenetik - Das Gedächtnis des Erbguts
Autor: Hellmuth Nordwig / Regie: Sabine Kienhöfer
Wie die Schwangerschaft verläuft, das prägt den Nachwuchs: Isst die Mutter zu viel Süßes, steigt das Risiko der Kinder, später zuckerkrank zu werden. Bekommt sie aber selbst nicht genug zu essen, leiden viele der untergewichtig Geborenen an Bluthochdruck - und das erst Jahrzehnte später als Erwachsene. Dabei gibt es im Text ihres Erbguts keinerlei Hinweis auf eine solche Veranlagung. Doch Wissenschaftler haben in jüngster Zeit herausgefunden: Was hier von der Mutter aufs Kind weitergegeben wird, ist das Muster, nach dem Zellen ihre Gene an- und abschalten. Sozusagen das Gedächtnis des Erbmaterials. Es merkt sich auch einschneidende Dinge, die wir nach der Geburt erleben. Zum Beispiel prägen sich schwere traumatische Erlebnisse tatsächlich im Innersten jeder Gehirnzelle ein. Diese Forschungsergebnisse werfen ein neues Licht auf die Frage, wie weit wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen können.

Redaktion: Gerda Kuhn
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