Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Von Wind und Wolken

Dunkle Wolken | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 07.04.2016
15:05 bis 16:00 Uhr

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BAYERN 2

Die Kraft des Windes
Vom Lufthauch bis zum Orkan

Die Sprache der Wolken
Von federleicht bis gewitterschwer

Das Kalenderblatt
7.4.1915
Billie Holiday wird geboren
Von Markus Vanhoefer

Als Podcast verfügbar

Die Kraft des Windes - Vom Lufthauch bis zum Orkan
Autorin: Renate Ell / Regie: Frank Halbach
Ganz ruhig ist die Luft fast nie - Pflanzen sind fast immer in Bewegung. Viele Gräser und Bäume sind auf den Wind angewiesen: er trägt den Pollen von Blüte zu Blüte. Und manche Insekten könnten ohne Rückenwind ihre weiten Wanderungen nicht bewältigen. Wir Menschen sind heute für die Fortbewegung nicht mehr auf den Wind angewiesen. Wir genießen einen erfrischenden Wind an einem heißen Sommertag - und fürchten den Sturm, der Bäume umknickt und Dächer abhebt. Bauingenieure und Forstwirte können dafür sorgen, dass die Schäden auf ein Minimum begrenzt werden - und glücklicherweise gibt es in Europa keine verheerenden Tornados oder Taifune.

Die Sprache der Wolken - Von federleicht bis gewitterschwer
Autorin: Katrin Kellermann / Regie: Martin Trauner
Sie sehen aus wie Wattebäusche, wie Fetzen oder strukturlose Dunstschwaden; man nennt sie Schäfchen-, Schleier- oder Schichtwolken. Die Einteilung in die drei Grundformen mit den lateinischen Bezeichnungen Cumulus, Cirrus und Stratus geht auf den britischen Naturforscher Luke Howard zurück, der seine Beobachtungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts publizierte. Trotz der enormen Erkenntnisse in der Wolkenphysik sind sie heute immer noch genauso gültig wie vor 200 Jahren. Heute sind Wolken für uns ein alltägliches Phänomen, der Wissenschaft geben sie allerdings noch viele Rätsel auf. Da Wolken das Klima maßgeblich beeinflussen, sind die Erkenntnisse aus der Wolkenforschung für Klimamodelle unabdingbar. Eine Wolke entsteht, wenn Wasserdampf an einem Kondensationskeim bindet. Diese Keime sind winzig kleine Schwebeteilchen in der Luft, so genannte Aerosole. Sie können natürlicher Herkunft sein wie Staub, Vulkanasche oder Meersalz, aber immer öfter sind sie auch von Menschen gemacht wie Industrieabgase oder Feinstaub. Wie sich diese Aerosole verändern und welchen Einfluss sie auf die Wolkenbildung haben, wollen die Forscher in Wolkenlabors herausfinden.

Redaktion: Gerda Kuhn

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