Bayern 2

radioWissen Lebensraum Meer

Korallen und Seesterne | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 05.01.2012
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Krill, Plankton und Algen
Die Basis des Lebens

Geheimnisvolle Tiefsee
Die unbekannte Lebenswelt

Das Kalenderblatt
5.1.1933
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Die Tiefsee ist ein gigantischer Lebensraum. Über 70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt. Dabei geht es in die noch größtenteils unerforschte Tiefsee tiefer hinab, als die höchsten Gipfel der Erde in den Himmel ragen. Doch dort unten herrschen ewige Finsternis und eine eisige Kälte knapp über dem Gefrierpunkt. Auch Pflanzen sucht man hier vergebens, denn ohne Sonnenlicht können die nicht überleben. Lange glaubte man, es gäbe überhaupt kein Leben unterhalb von 200 Metern. Was Forscher jedoch in den letzten Jahren entdeckt haben, ist spannend: Blasse leuchtende Fische, riesige Berge und Riffe, uralte Tiere, Riesenkalmare, rauchende Schlote, wertvolle Metalle - jede Tiefseeexpedition entdeckt neue Arten auf dem Meeresgrund. Noch ist die Tiefsee weniger erforscht als der Mond, und doch sind wir bereits dabei, sie zu zerstören. Davon betroffen sind auch die Lebewesen, die so vielen Tieren als Nahrung dienen: Krill und Plankton. Krill kommt aus dem Norwegischen und bedeutet übersetzt: "Walnahrung". Auf eine Menge von unglaublichen 125 Millionen Tonnen schätzen manche Experten den Krill in den Weltmeeren. Die Kleinkrebse fressen Plankton - mikroskopisch kleine Algen, Kieselalgen und Bakterien - und der Wal den Krill. Doch was passiert, wenn sich durch den Klimawandel die Meere erwärmen und sich die grundlegende Nahrungsbasis von zahlreichen Meeresbewohnern ändert? Denn unter dem wärmeren Wasser leidet vor allem das Plankton. Mit Folgen, die heute noch kaum abzusehen sind.

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