Bayern 2

Zeit für Bayern Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Wurst | Bild: colourbox.com

Montag, 20.05.2013
12:05 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Altbayern/Schwaben
Freiheit auf zwei Rädern
Radlergeschichten aus Bayern
Von Thomas Grasberger
Franken
Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner am 22. Mai
Geschmiedet ist das Rund
Fränkische "Ring"-Aspekte
Von Herbert Heinzelmann

Altbayern/Schwaben
Freiheit auf zwei Rädern – Radlergeschichten aus Bayern
Statistiker muss man wirklich nicht bemühen, um festzustellen, dass Radfahren zu den beliebtesten Beschäftigungen der Bayern gehört. Zumindest in der milden Jahreszeit reicht ein Blick auf die Straßen und Radwege in Stadt und Land, um die Popularität des selbstbetriebenen Zweirad-Vergnügens vor Augen zu haben. Die einen machen´s zur Erhaltung ihrer Gesundheit, die anderen als ökologische Variante moderner Mobilität. Wieder andere stürzen sich ins Training und suchen die Herausforderung im sportlichen Wettkampf, bis hin zum Leistungssport. Obwohl das Objekt der Begierde seit 120 Jahren technisch grundsätzlich unverändert ist, gibt es alljährlich zahlreiche Hightech-Neuerungen in den Fahrradläden, die für alle Geschmäcker, Bedürfnisse und Geldbeutel das hoffentlich Richtige bereit halten.

Radfahrvereine waren schon im 19. Jahrhundert auf dem bayerischen Land die ersten Sportvereine überhaupt – sogar vor den Schützen. Auch damals hatte das Radfahren schon viel mit Geselligkeit zu tun – es wurden Wochenendausflüge, Korsofahrten und Radrennen organisiert, sogar Fernreisen standen bereits auf der Agenda der frühen Bicyclisten. Thomas Grasberger lässt in seinen „Radlergeschichten“ Leute zu Wort kommen, die den Traum auf zwei Rädern in unterschiedlicher Weise leben. Da ist der englische Philosoph, der die akademische Karriere an den Nagel gehängt hat und heute seine eigenen Hochräder baut; da ist der bayerische Wochenendausflügler, der auf seiner Tour de Nonchalance am liebsten Biergärten ansteuert. Der junge Münchner Rennradler erzählt von seiner Jagd nach Bestzeiten, während sein Vater alljährlich auf zwei Rädern die Alpenpässe zu überqueren versucht. Bescheidener und doch nicht minder ambitioniert ist der Traum jener erwachsenen Frau, die einen Kurs belegt, um endlich das Radfahren zu lernen. Und für das niederbayerische Ehepaar, das seine Ferien im Sattel verbringt, bedeutet Radurlaub immer schon Erholung und Freiheit pur.

Franken
Geschmiedet ist das Rund – Fränkische Ring-Aspekte
Ein Feature von Herbert Heinzelmann

Auch ein Teufelskreis ist irgendwie ein RING. Und mit ihrer Okkupation durch die Oper „Die Meistersinger“ befindet sich die Stadt Nürnberg in so einem Circulus vitiosus. Ob die Stadtväter nur glücklich über dieses Geschenk des Komponisten Richard Wagner sind, sollen Kulturverantwortliche der Kommune doch mal erklären. Wagner wird in diesem Jahr 200 Jahre alt – und Franken ist ihm mit dem Bayreuther Hügel schöpferische Heimat geworden. Sein Opern-Zyklus „Der RING des Nibelungen“ wird dort gehätschelt und gepflegt. Aber was fangen die berühmten Johanniser RINGer mit dem Jubilar und seinem Werk an? Man muss das ja nicht immer mit der Anbetungshaltung des Wagnerianers feiern. Man kann mal fragen, welche SchmuckRINGE in der Bayreuther Festspielleitung beliebt sind und wie man auf den RINGstraßen und Wagnerpfaden der Festspielstadt vorankommt. Bamberg fällt einem zu Wagner nicht gleich ein, aber dort feiert der Karl-May-Verlag auch ein Jubiläum, und der eine Sachse hat den anderen Sachsen Richard Wagner in einem Roman groß auftreten lassen. RINGaspekte können durchaus ein wenig schräg aussehen – etwa aus der Perspektive eines Wagner-Fans, der hauptberuflich Bratwürste verkauft. Dass sich schließlich zu Siegfrieds, zu Wagners und zu unseren Zeiten alles um Geld und Macht drehte und dreht, weiß ein ehemaliger Bankier nur allzu gut. So schillert der RING in vielen Facetten.

Akustische Reisen durch Bayern Regionen

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