Bayern 2

radioWissen Urväter der Philosophie

Statue des Aristoteles | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 05.05.2021
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Der Philosoph Plotin
Rückkehr zur Einheit

Aristoteles
Wegweiser der Philosophie

Das Kalenderblatt
05.05.1901
Londons erstes Parkhaus entsteht
Von Julia Devlin
Als Podcast und in der neuen Bayern 2 App verfügbar

Der Philosoph Plotin - Rückkehr zur Einheit
Autor: Rolf Cantzen / Regie: Irene Schuck
Plotins Denken ist nicht nur Philosophie, sondern auch Religion, Mystik, Esoterik. Geboren in Ägypten im Jahre 203, studierte er bei geheimnisvollen Weisheitslehrern, nahm dann an Feldzügen teil, bevor er bis zu seinem Tod im Jahre 269 eine Philosophenschule in Italien leitete. Plotin geht davon aus, dass eine Weltseele existiert, Ur-Gutes und Ur-Eines, das in abgeschwächter Form das gesamte Sein durchdringt. Die menschliche Seele bildet einen Teil dieser Weltseele und ist darauf ausgerichtet, sich mit dieser Weltseele wieder zu vereinen. Der menschliche Körper hindert ihn an der vollständigen Vergeistigung und muss deshalb überwunden werden. Die pantheistischen Tendenzen in Plotins Philosophie prägen vor allem die mystischen Traditionen innerhalb der Theologie und Philosophie.

Aristoteles - Wegweiser der Philosophie
Autorin: Daniela Remus / Regie: Irene Schuck
Ob Logik, Wissenschaftstheorie, Metaphysik, Ethik, Biologie, politische Theorie, Psychologie oder Ökonomie, alle diese wissenschaftlichen Disziplinen hat der griechische Philosoph Aristoteles im 3. Jahrhundert v. Chr. entwickelt und entworfen. Und das in derart grundlegender und innovativer Art und Weise, dass sich die Menschen seit über 2.000 Jahren an seinen Ideen abarbeiten. Von seinen mehr als 200 Schriften ist nur ein knappes Viertel überliefert. Dennoch gilt er bis heute als einer der einflussreichsten Denker. Schon als 17jähriger kam Aristoteles nach Athen an die bereits damals berühmte Akademie Platons. Hier studierte und arbeitete er, und stritt ausgiebig mit seinem Lehrer. Platon aber erkannte die außergewöhnliche Denkkraft des jungen Mannes und widmete dessen Kritik eine ausdrückliche Würdigung in einem seiner Dialoge. Und er sollte sich nicht irren. Sein Schüler begründete nicht nur zahlreiche Disziplinen, wie die empirischen Naturwissenschaften, sondern skizzierte die Grundlagen unseres abendländischen Wissenschaftsverständnisses.
Erstsendung: BR 2016

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Bernhard Kastner

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