Bayern 2

Katholische Welt Die Botschaft des weihnachtlichen Gloria

Freitag, 25.12.2020
08:05 bis 08:30 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Himmlische Klänge auf Erden
Die Botschaft des weihnachtlichen Gloria
Von Andreas Pehl
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Jubelschall haben die Hirten auf dem Feld gehört, einen Chor von vielen Engeln, die Gott lobsingen: Ehre sei Gott in der Höhe - Gloria in excelsis Deo. Himmlische Sphärenklänge kommen bei der Geburt Jesu auf die Erde, die Hirten werden Zeugen eines Engelkonzertes, das in der bildenden Kunst sehr gerne und häufig aufgegriffen wurde: Engel spielen Instrumente des Mittelalters, der Barockzeit, der Klassik. Selbst auf E-Gitarren ist das Gloria in excelsis Deo zu hören. Fast jeden Sonntag werden diese Worte im Gottesdienst gesungen und nachgebetet, erweitert um einen spätantiken Hymnus, der wichtige christliche Glaubenssätze formuliert. Alle Komponisten von der Renaissance bis zur Moderne haben sich bei ihren Messvertonungen mit diesem Text der Engel beschäftigt, seine Inhalte und Kontraste herausgearbeitet: Lobpreis, Bitten, Anrufungen. Eng mit dem strahlenden Lobpreis ist die innige Botschaft des Friedens auf Erden verknüpft. Nach diesen beiden Botschaften überlassen die Engel die weitere Deutung der Worte den Menschen und fliegen zurück in den Himmel. Niemand hat dieses "Entschwirren" so plastisch in Musik gegossen wie Georg Friedrich Händel im Oratorium "The Messiah". Nachdem mit Trompeten und lautem Gesang das Gloria, Glory to god, gesungen wurde, verschwinden die Engel mit immer leiser werdendem Geigenspiel in einer nach oben führenden Melodielinie im Himmel, bis auch der letzte von ihnen in den Wolken verschwunden ist. Und sie hinterlassen - Frieden auf Erden?

Glaube und Leben

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