Bayern 2

radioWissen Pierre Bourdieu und Kurt Lewin

Pierre Bourdieu | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 26.11.2020
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Pierre Bourdieu
Denker der feinen Unterschiede

Kurt Lewin
Aktionsforschung, Feldtheorie und Gruppendynamik

Das Kalenderblatt
26.11.1985
Erster ICE-Zug schafft 317 Stundenkilometer
Von Carola Zinner
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Pierre Bourdieu - Denker der feinen Unterschiede
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Christiane Klenz
Die einen gehen zum Italiener, die anderen essen Currywurst. Die einen hören Puccini, die anderen stehen auf Schlager. Was wir essen, welche Musik wir mögen, wie wir reden, wie wir uns kleiden - das alles ist bestimmt durch unsere soziale Herkunft. Davon war der französische Soziologe Pierre Bourdieu überzeugt. Unser sogenannter Habitus, wie er es nannte, präge unseren Geschmack und unsere Vorlieben. Und zwar zeitlebens. Selbst nach der steilsten Karriere oder der besten Ausbildung sehe man einem Menschen immer noch an, aus welchem „Stall“ er oder sie komme. Außerdem würde die Gesellschaft Aufsteiger nicht mögen, meint Bourdieu. Diese Aussage ist gerade von ihm bemerkenswert, denn er selbst war ein Aufsteiger par excellence. Aufgewachsen in bäuerlichen Verhältnissen in der Provinz Frankreichs hat er es zum Professor an den renommiertesten Universitäten Frankreichs geschafft. Wer ist der Mann, der seine Profession, die Soziologie, einmal als Kampfsport bezeichnet hat?

Kurt Lewin - Aktionsforschung, Feldtheorie und Gruppendynamik
Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Eva Demmelhuber
Kurt Lewin gilt als einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie. Er ist einer der Begründer der modernen Sozialpsychologie und gehört mit Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka zu den „großen Vier“ der Berliner Schule der Gestaltpsychologie. Der Zeitgenosse von Sigmund Freud analysierte nicht das Innenleben des Einzelnen, sondern den Gesamtzusammenhang, in dem sich menschliches Verhalten realisiert. In Lewins Feldtheorie werden Person und Umwelt durch mathematisch berechenbare Kräfte zueinander in Beziehung gesetzt. Lewins Psychologie und ihre Einflüsse aus Mathematik, Physik und Philosophie führen zurück in die interdisziplinären Anfänge der experimentellen Psychologie und legen wesentliche Grundlagen für die Leistungsmotivationsforschung, für Sozialpsychologie und Gruppendynamik.

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Nicole Ruchlak

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