Bayern 2

radioWissen Ameisen und Ameisenbär

Ameisen | Bild: colourbox.com

Freitag, 13.11.2020
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Ameisen
Staatenbildende Insekten der Superlative

Der Ameisenbär
Minigehirn, wehender Schweif, klebrige Zunge

Das Kalenderblatt
13.11.1928
Max-Reinhardt-Seminar in Schönbrunn gegründet, Schauspielschule
Von Justina Schreiber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Ameisen - Staatenbildende Insekten der Superlative
Autorin: Christiane Seiler / Regie: Martin Trauner
Ameisen krabbeln praktisch überall herum, von Sibirien bis in die Tropen, in Großstädten und Wüsten. Manche sind winzig wie Nadelstiche, andere groß wie Hornissen. Schätzungsweise 16.000 Arten gibt es weltweit und immer wieder werden neue entdeckt. Sie leben in Bauten unter der Erde und auf Bäumen, in Höhlen und Hochhäusern. Ihre Verhaltensvielfalt ist einzigartig: Sie legen Gärten an, treiben Viehhaltung und verbünden sich mit anderen Tierarten. Aber eins ist ihnen allen gemeinsam: Sie führen ihr Leben nicht für sich selbst, sondern für die anderen, bleiben niemals solo, sondern bilden Staaten mit Straßen, Bauwerken und einer Gesellschaftsordnung. Schon Charles Darwin arbeitete sich an diesem Phänomen ab. Mit modernen analytischen Methoden rückt die Entomologie immer weiter in das Reich der faszinierenden Insekten vor. Wie organisieren und orientieren sich Ameisen in ihrer Welt? Gibt es Sklaverei und Kriege in Ameisenstaaten? Welche Rolle spielen die Gene? Das sind nur einige der Fragen, die sich die Zoologie heutzutage stellt.

Der Ameisenbär - Minigehirn, wehender Schweif, klebrige Zunge
Autorin: Yvonne Maier / Regie: Sabine Kienhöfer
Sie gehören wahrscheinlich zu den kuriosesten Tieren dieser Welt: Ameisenbären. Es gibt sie in vier Arten - von ganz klein, die ähnlich wie Eichhörnchen auf Bäumen leben - bis ziemlich groß, dem Großen Ameisenbären, den wir aus dem Zoo kennen.
Der Große Ameisenbär hat einen buschigen Schwanz, mit dem er sich beim Schlafen zudeckt, ein ziemlich kleines Gehirn, eine klebrige Zunge, mit denen er Ameisen und Termiten fängt, seine einzige Nahrungsquelle. Der Ameisenbär ist auch kein Bär, sondern gehört mit den Gürteltieren und Faultieren zur Gruppe der Nebengelenktiere und hat somit ein zusätzliches Gelenk in der Wirbelsäule. Das Fleisch der großen Ameisenbären ist ungenießbar und sie leben seit rund 57 Millionen Jahren auf unserer Erde, heute in freier Wildbahn in Süd- und Mittelamerika. Eigentlich sind sie fast unangreifbar, sie haben drei große Krallen, die sie auch zur Verteidigung und zur Futtersuche nutzen. Doch der Mensch macht ihnen ihren Lebensraum immer häufiger streitig. Geforscht wird zu den kuriosen Tieren kaum, nur eine einzige Biologin aus Deutschland, Lydia Möcklinghoff, versucht schon seit Jahren, ihr Verhalten zu erforschen. Und da gibt es viel Überraschendes zu entdecken.

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Bernhard Kastner

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