Bayern 2

radioTexte - Das offene Buch Nell Zink und die USA von Punk bis Trump

Schriftstellerin Nell Zink | Bild: picture-alliance/dpa

Sonntag, 13.09.2020
12:30 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

"Das Hohe Lied" heißt der neue Roman von Nell Zink, ein Drei-Generationen-Roman, in dem die Amerikanerin in Deutschland ein großes Gesellschaftspanorama der USA entfaltet, von Punkmusik der 90er Jahre über den Börsen-Crash und die wirtschaftliche Depression bis zu den Grünen und Trump heute. Lesung mit Katja Bürkle. Nell Zink im Gespräch mit Cornelia Zetzsche.

Wenn es wahr ist, was Nell Zink dem "Guardian" erzählte, dann sah ein Freund, ein Schamane, in ihren Kopf, in ihrem Inneren eine bunte psychedelische Party mit lauter schrägen Typen. Und so sieht auch ihr neuer Roman aus: "Das Hohe Lied", das gerade auf Deutsch erschien, ein Jahr nach dem amerikanischen Original "Doxology". Ein bunter, wilder Roman um das Musiker-Paar Pam und Daniel, ihre konventionellen Eltern, ihre Tochter Flora und den Freund Joe, der zum Rockstar wird; ein Gesellschaftspanorama von New Yorks Punk- und Rockszene der neunziger Jahre, über das Attentat auf das World Trade Center, und die Umweltbewegung heute. Leidenschaftlich politisch wird es mit Bull Gooch, Floras Freund, einem Topstrategen, der den Demokraten 2016, zur Verhinderung von Trump, die Strategie vorschlägt, die die Republikaner dann bei Hilary Clinton praktizieren: Rufmord!

Nell Zink, 1964 in Kalifornien geboren, in Virginia aufgewachsen, lebt seit zwanzig Jahren in Deutschland und interessiert sich für soziale Milieus und die Alltagskultur der USA. Sie beschreibt, was sie kennt, hat selbst in einer Band gespielt und ist eine brillante, auch ironische Analytikerin der US-Politik.

Lesung: Katja Bürkle
Im Gespräch: Nell Zink
Regie, Redaktion und Moderation: Cornelia Zetzsche

Nach der Sendung als kostenloser Podcast unter bayern2.de/lesungen verfügbar