Bayern 2

radioWissen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki

Atombombe Hiroshima | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 03.08.2020
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Hiroshima und Nagasaki
Atombomben auf Großstädte

Tenno Hirohito
Der "Hitler Asiens"?

Das Kalenderblatt
3.8.1893
München führt den Fahrradführerschein ein
Von Simon Demmelhuber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Hiroshima und Nagasaki - Atombomben auf Großstädte
Autor: Linus Lüring / Regie:
Im Jahr 1939 unterschrieb Albert Einstein einen Brief, den er später bitter bereuen sollte. In dem Schreiben warnte er den damaligen US-Präsidenten Roosevelt davor, dass die Nationalsozialisten dabei seien eine Atombombe zu entwickeln. Wenig später begannen die USA ein streng geheimes Projekt, um eigene Kernwaffen zu bauen. Mitte des Jahres 1945 waren die US-Wissenschaftler am Ziel: Die Vereinigten Staaten verfügten über einsatzbereite Atombomben. Wenig später zerstörten sie damit die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Hunderttausende Menschen starben sofort oder an den Folgen der Strahlung. Nur durch diese Bomben konnte Japan zur Kapitulation gebracht und der Zweite Weltkrieg entscheidend verkürzt werden - so die offizielle Begründung der US-Führung. 75 Jahre später halten manche Historiker die These für widerlegt. Einige sind sogar sicher, dass die US-Führung wusste, dass Japan bereits über die eigene Kapitulation nachdachte. Die zentrale Frage bleibt: Warum wurden die Bomben abgeworfen? Auch innenpolitische Motive und die aufkommende Rivalität mit der Sowjetunion könnten eine Rolle gespielt haben. Waren die Atombomben vielleicht sogar erste Vorboten des Kalten Kriegs?

Tenno Hirohito - Der "Hitler Asiens"?
Autorin: Isabella Arcucci / Regie: Christiane Klenz
Er war ein lebender Gott! Hirohito, der 124. Tennô Japans. Seine Regierung stellte er unter das Motto "Shôwa", "erleuchteter Friede". Die Realität waren Krieg und Zerstörung. Japans Angriff auf Pearl Harbor, das entsetzliche Massaker der japanischen Armee an der chinesischen Zivilbevölkerung in Nanjing, die Selbstmordkommandos der Kamikaze-Piloten - all das geschah offiziell im Namen des Kaisers. In vielen asiatischen Ländern trägt Hirohito bis heute den unrühmlichen Beinamen "Hitler Asiens". Doch wie viel politische Macht besaß der Gottkaiser wirklich? Und weshalb wurde er nach Japans Kapitulation von den Amerikanern nicht angeklagt, sondern einfach im Amt belassen? Eine Spurensuche im Leben eines rätselhaften Menschen, der nicht nur "göttlicher Monarch" war, sondern auch Meeresbiologe. In den Augen der japanischen Bevölkerung der Nachkriegszeit war er allerdings nur mehr ein unbeholfen wirkender Großvater, der die normale japanische Umgangssprache nicht beherrschte und im Kontakt mit dem einfachen Volk nicht viel mehr heraus brachte als ein unsicheres: "Ach so?".

Moderation:
Redaktion: Thomas Morawetz

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