Bayern 2

radioWissen Der Mensch ein Tier?

Schimpansenhand greift nach Menschenhand | Bild: picture-alliance/dpa

Freitag, 12.06.2020
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Was macht uns aus?
Der feine Unterschied zwischen Mensch und Tier

Tiere in der Pubertät
Abenteuerlustig, impulsiv, risikofreudig

Das Kalenderblatt
12.6.1817
Karl Drais stellt sein Laufrad vor
Von Herbert Becker
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Was macht uns aus? - Der feine Unterschied zwischen Mensch und Tier
Autorin: Prisca Straub / Regie: Sabine Kienhöfer
So einzigartig, wie wir denken, sind wir nicht. Oder? Nach Ansicht des Naturforschers Charles Darwin gibt es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Die offensichtliche Ähnlichkeit in Anatomie, Körperfunktionen und - wie wir heute wissen - auch in unserer Erbinformation lassen keinen Zweifel zu über unsere enge Verwandtschaft mit den Menschenaffen. Und unsere weitere Verwandtschaft sogar mit Kreaturen, die der Mensch gerne als „niedere Tiere“ betrachtet. Dennoch tendieren wir dazu, uns für etwas Besseres zu halten. Was unterscheidet uns also von den Tieren? Was macht den Mensch zum Menschen? Während wir die Fähigkeit zu lernen, Werkzeuge zu gebrauchen, zu kommunizieren, zu kooperieren und etliches mehr mit vielen unserer tierischen Verwandten teilen, scheint sich der menschliche Geist jedoch deutlich von dem der übrigen Tiere zu unterscheiden: So können wir zum Beispiel über unser eigenes Denken nachdenken. Wir unterhalten uns über die Vergangenheit und machen Pläne für die Zukunft. Wir haben ein unstillbares Bedürfnis, unsere Gedanken mit anderen zu teilen und wir geben unser Wissen über Generationen weiter. Das eröffnet uns Möglichkeiten, die anderen Geschöpfen aus dem Tierreich verschlossen bleiben.

Tiere in der Pubertät - Abenteuerlustig, impulsiv, risikofreudig
Autorin: Claudia Steiner / Regie: Eva Demmelhuber
Abenteuerlustig, impulsiv, risikofreudig und ganz schön anstrengend - die Pubertät ist nicht nur für Menschen eine aufregende Zeit, sondern auch für viele Tiere. Die Veränderungen, die tierische Teenager durchlaufen, lassen sich zumindest teilweise mit denen menschlicher Pubertierender vergleichen. Heranwachsende Hunde zum Beispiel sind leicht ablenkbar und impulsiv. Pubertierende Mäuse und Ratten sind neugieriger als erwachsene Tiere. Makaken wiederum benehmen sich zeitweise wie Halbstarke. US-Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Vorgänge im Gehirn bei menschlichen Teenagern und bei den Primaten durchaus ähneln. Für die Herde sind Tiere in der Adoleszenz manchmal ziemlich anstrengend. Für die Jugendlichen selbst ist es ein lehrreicher, aber auch gefährlicher Lebensabschnitt. Denn wenn junge Thomson-Gazellen aus Übermut auf Raubkatzen zulaufen, statt das Weite zu suchen, kann dies mitunter tödlich enden. Anders als beim Menschen brechen viele heranwachsende Tiere den Kontakt mit den Eltern ganz ab, oft werden sie auch von der Gruppe vertrieben. 

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Bernhard Kastner

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