Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung Trockenheit in der Natur

Dienstag, 09.06.2020
18:05 bis 18:30 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Trockenheit in der Natur
Droht ein neuer Dürresommer?
Von Hellmuth Nordwig
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Das Jahr 2018 war viel zu trocken, 2019 in weiten Teilen Deutschlands ebenfalls. Und auch im ganzen April 2020 regnete es fast nirgends, es war der trockenste April seit Beginn der Aufzeichnungen. Das hat Folgen für die Natur: Wer Anfang Mai mit offenen Augen durch den Wald ging, konnte viele umgefallene Bäume sehen. Nicht ein Sturm hatte sie gefällt, es war die lang anhaltende Dürre. Der aktuelle Waldzustandsbericht bestätigt das: Fichtenbestände sind zu großen Teilen geschädigt, auch Buchen und Eichen geht es nicht gut. Kurzfristig helfen können die Förster nicht - einen Wald können sie nicht einfach gießen. Und auch bei der Landwirtschaft sieht es nicht besser aus: Die Ernteerträge sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen, weil die Bauern gar nicht so viel bewässern konnten, wie die Pflanzen gebraucht hätten. Wie soll das weitergehen angesichts des fortschreitenden Klimawandels? Forscher raten dringend dazu, Wälder so umzubauen und Felder so zu bewirtschaften, dass sie widerstandsfähiger gegen Dürre sind. Das wäre wichtig, denn eines steht fest: Selbst wenn es diesen Sommer ausnahmsweise genug regnen sollte - die nächste Trockenperiode kommt bestimmt.

Redaktion: Iska Schreglmann

Die Welt erkennen und verstehen

Jeden Tag entdecken Forscher etwas Neues - irgendwo auf der Welt. Behalten Sie mit uns den Überblick: Wir erklären Ihnen, was davon wirklich wichtig ist - in den Naturwissenschaften und der Medizin, in den Geistes- und Sozialwissenschaften.