Bayern 2

Katholische Welt Sakrale Baukunst im Heiligen Land

Sonntag, 31.05.2020
08:05 bis 08:30 Uhr

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BAYERN 2

Die heilige Mitte
Sakrale Baukunst im Heiligen Land
Von Brigitte Jünger
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Schaut man von einem erhöhten Punkt auf die Jerusalemer Altstadt, fallen sie sofort ins Auge: Die Türme und Kuppeln der unzähligen Kirchen, Synagogen und Moscheen der nur einen Quadratkilometer großen Altstadt. Darunter markieren die Kuppeln ganz besondere Räume. In ihrer Mitte befindet sich oft ein zentrales Heiligtum. In der Grabeskirche ist es das Heilige Grab, im Felsendom der Gründungsfelsen der jüdischen Tradition, an dem Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte. Für die Muslime hat Mohammed von hier aus eine mythische Himmelfahrt angetreten. Die Reihe lässt sich fortsetzen und wie die jüngere Forschung zeigt, sind all diese Räume eng miteinander verwandt. Kein Felsendom ohne Grabeskirche, kann man sagen. Ebenso groß ist die Abhängigkeit der anderen Zentralbauten von diesem Konstantinischen Bau. Die heilige Mitte kann sich dabei innerhalb eines Kreises oder eines Achtecks befinden, beide Formen verweisen auf einen Mittelpunkt und symbolisieren in der Baukunst Vollkommenheit. Die Vorbilder sind römische Bäder und Grabdenkmäler. In Jerusalem werden Zentralbauten erstmals in einem sakralen Kontext errichtet.

Glaube und Leben

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