Bayern 2

Concerto bavarese Bayerische Komponisten

Nacht auf Dienstag, 12.05.2020
00:12 bis 02:00 Uhr

BAYERN 2

Tobias PM Schneid: "Manchester Metrics" (Jörg Widmann, Klarinette); Viera Janárčeková: "Spievanky, spievanky" (Eva Šušková, Sopran; Andrea Mosorjaková, Flöte); Konstantia Gourzi: "P-ILION", op. 33, Nr. 2 (Ensemble Coriolis); Jan Müller-Wieland: "Himmelfahrt" (Elisabeth Kufferath, Viola); Moritz Eggert: "Das ewig Weibliche zieht mich an" (Daniel Behle, Tenor; Moritz Eggert, Klavier); Stephan Stiens: "Achilles Moves" (Guitar Company); Rudi Spring: "Ich will singen und spielen, so lange ich da bin", op. 85 (Corinna Pregla, Sopran; Albert Osterhammer, Klarinette; Ingolf Turban, Violine; Jessica Kuhn, Violoncello; Maria Reiter, Akkordeon; Rudi Spring, Klavier); Nikolaus Brass: Streichtrio Nr. 2 - "Glanz" (TrioCoriolis)

Am 13. Mai wäre Hans Sternberg 110 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erinnert Studio Franken in der Sendung Concerto bavarese an das Schaffen des 1997 verstorbenen Coburger Komponisten.
Hans Sternberg kam 1910 im Sauerland zur Welt. Er studierte Dirigieren bei Hermann Abendroth in Köln sowie anschließend Komposition, Musiktheorie und Klavier bei Günter Raphael in Leipzig. Vom Thomaskantor Karl Straube erhielt er Kompositionsunterricht. 1935 ging er zur Wehrmacht und wurde als Leiter der Blaskapelle in Coburg stationiert. Wegen einer schweren Tuberkulose-Erkrankung schied er noch vor Beginn des Krieges aus und arbeitete als Dozent an verschiedenen Konservatorien. Im letzten Kriegsjahr wurde er doch wieder einberufen und geriet in amerikanische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung kehrte Sternberg nach Coburg zurück, wo er zunächst ein Kammerorchester und einen Kammerchor gründete. Zudem arbeitete er als Musiklehrer an der Volkshochschule und am Gymnasium in Neustadt bei Coburg.
Hans Sternberg hat ein äußerst vielseitiges Oeuvre hinterlassen, das stilistisch von „neoklassizistischen“ Einflüssen bis zur Zwölftonmusik reicht. „Ich kenne keinen Stil, in dem ich nicht schreibe, weil ich mich intensiv mit allen Stilarten beschäftigt habe“, schreibt Sternberg, aber: „In der Zwölftonmusik kann ich mich am besten ausdrücken.“