Bayern 2

radioWissen Mozart und Renoir

Zeichnung Wolfgang Amadeus Mozart | Bild: colourbox.com

Dienstag, 03.12.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Amadeus, Amadeus
Mythos Mozart

August Renoir
Malerei voll Luft und Licht

Das Kalenderblatt
3.12.1992
Erste SMS verschickt
Von Hellmuth Nordwig
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Amadeus, Amadeus - Mythos Mozart
Autor und Regie: Martin Schramm
Er wird gerne als der erste "Popstar" der Musikgeschichte vermarktet und medial inszeniert: Als kreischendes, furzendes Genie, exzentrisch, revolutionär und zeitlos modern. Schon kurz nach seinem frühen Tod wird am "Mythos Mozart" schwer gearbeitet. Beispielsweise am Klischee vom "Kopf-Komponisten", der jederzeit beliebige Kompositionen einfach mal so “hinwerfen” konnte - unabhängig von Stimmungen und Gefühlen, mühelos, in unglaublicher Schnelligkeit. Ein überirdisches Wesen, das quasi aus dem Nichts ohne jegliche Hilfsmittel, allein im Kopf imaginäre Partituren erschafft, die es dann eins zu eins makellos auf Papier zaubert. Ganz im Gegensatz zu Schwerst-Arbeitern wie Beethoven, die sich jede Note in einem harten Kampf abringen müssen, sich an Skizzen abarbeiten, die experimentieren, entwerfen und verwerfen. Mozartforscher haben viele dieser Vorstellungen längst als Mythen entlarvt, der staunenden Öffentlichkeit beispielsweise hunderte von Werksskizzen Mozarts präsentiert und so einen Blick in dessen "Werkstatt" eröffnet.

August Renoir - Malerei voll Luft und Licht
Autorin: Julie Metzdorf / Regie: Kirsten Böttcher
Ob als pausbackige Mädchen, blumenbehüteten Damen oder barbusige Badende: Frauen waren das große Thema dieses Malers. Immer sind es Bilder des Glücks und der Lebensfreude. Sozialkritik, Politik oder Kunsttheorie interessierten ihn nicht, er war sogar froh, kein Intellektueller zu sein. Bilder seien schließlich dazu da, die Wände zu schmücken. Renoir wurde 1841 in Limoges geboren, sein Vater war Schneider, die Mutter Näherin. Er machte eine Lehre als Porzellanmaler, später bemalte er Fächer und Schirme. So verdiente er sich das Geld für ein Malereistudium. Technisch war er brillant, revolutionär eher weniger. Obwohl er mit seinem flirrenden Farbauftrag stilistisch durchaus Impressionist zu nennen ist, fühlte er sich selbst den Impressionisten nie so recht zugehörig. Als er 1919 im Alter von 78 Jahren starb, hinterließ er mit 7000 Arbeiten ein riesiges Werk. Aber was kann uns dieses Werk heute noch sagen?

Moderation: Christian Schuler
Redaktion: Nicole Ruchlak

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