Bayern 2

Zündfunk Die Geschichte der Deejays im Bayerischen Rundfunk von 1949-2019

Samstag, 23.11.2019
19:05 bis 20:00 Uhr

BAYERN 2

"Last night a DJ saved my life"
Die Geschichte der Deejays im Bayerischen Rundfunk von 1949 bis 2019
Teil 7: Hiphop, Techno, Britpop, Weltmusik und ein neuer Spezi namens Algorithmus
Von Barbara Streidl und Michael Bartle
Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Sie waren die ersten Stimmen in unseren Radio-Ohren - und sie haben unseren Musikgeschmack mit Sicherheit mehr geprägt als jeder Algorithmus, als jeder noch so gut funktionierende Streaming Dienst. Seit 70 Jahren wählen Deejays und DJanes im Bayerischen Rundfunk Musik aus - voller Liebe zum Sound, voller Leidenschaft und voller Expertise. Der Radio-DJ ist mit der Geschichte des Radios eng verbunden. Dabei war der Radio-DJ mit seinen Schellack-, Vinyl- und heute File-Schätzen bereits zu Anbeginn auch eine Sparmaßnahme, konnte oder wollte man sich in den Redaktionen doch auf Dauer die großen Rundfunk-Orchester als Live-Ensembles nicht leisten. Einer der ersten echten Stars im BR war der beim Publikum sehr beliebte Jimmy Jungermann, der bereits 1949 die Jazz-Sendung "Mitternacht in München" moderierte und danach als BR-Jazzexperte sogar für die US-amerikanische Zeitschrift Billboard schrieb. Er verstand sich in erster Linie als Musikliebhaber und Sammler und an diesem Selbstverständnis hat sich bis heute wenig geändert. Es wurden zahlreiche DJs zu Legenden im Bayerischen Rundfunk - Georg Kostya, Thomas Gottschalk, Fritz Egner, Karl Bruckmaier, Sandra Maischberger, Sabine Gietzelt, Tom Glas, Jürgen Herrmann, Roderich Fabian, Judith Schnaubelt, Achim Bogdan, Matthias Matuschik, Jay Rutledge, Ralf Summer, Julia Edenhofer oder Ingeborg Schober sind nur einige wenige in der langen Reihe der "PlattenauflegerInnen".
70 Jahre BR und 45 Jahre Zündfunk: wir machen eine Zeitreise durch sieben Jahrzehnte Radio- und Musikgeschichte, skippen uns mit tonnenweise Archivmaterial zurück, erzählen Musik als Zeitgeschichte mit den Persönlichkeiten am Mikro und wecken die Stimmen der Vergangenheit wieder auf. Im siebten und vorerst letzten Teil der Serie robben wir uns heran an die Gegenwart. Wir steigen ein in den frühen 90er Jahren, als mehrere Jugendkulturen parallel einen Mainstream der Minderheiten bildeten: Techno, HipHop, Grunge und Britpop kamen auf und bestimmten das Geschehen bis weit in die Nuller Jahre, dazu eine immer selbstbewusster werdende deutsche Szene. Bayern 3 versucht mit „Super 3“ eine junge Abendschiene, der Zündfunk etabliert mit den „Rave Trax“ und „Break Beat Boogie“ Sendungen für elektronische Musik, der Nachtmix und die Nachtsession werden auf Bayern 2 ausgebaut, der Weltempfänger erfunden, der der Tatsache Rechnung trägt, dass mit dem Internet immer schneller und immer mehr aufregende Musik aus den Rändern gehör bei den Fans findet. Ulrike Ebenbeck, Ralf Summer und Michael Bartle programmieren im Jahr 2003 das Bavarian Open, eine neue Popheimat für Livemusik im Funkhaus, später wird daraus das Puls-Festival. 2006 gründet sich mit Bavarian Open Radio die erste trimediale Welle des Bayerischen Rundfunks. Neben vielen Archivperlen kommen in diesem 7.Teil Ralf Summer, Roderich Fabian, David Mayonga, Walter Schmich, Jay Rutledge, Judith Schnaubelt und Achim Bogdahn zu Wort.
Die Geschichte des Radio-DJs im BR: eine siebenteilige Collage mit den alten und den aktuell sendenden Radio-DJs und ihrer Musik.