Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Aus der Geschichte des Mittelmeers

Suezkanal | Bild: BR

Montag, 11.11.2019
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Der Bau des Suezkanals
Durchbruch zum Roten Meer

Straße von Messina
Barriere und Verbindungsweg

Das Kalenderblatt
11.11.1842
Erstmals Pils ausgeschenkt
Von Julia Devlin
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der Bau des Suezkanals - Durchbruch zum Roten Meer
Autorin: Susanne Tölke / Regie:
Schon 1400 vor Christus begann der Pharao SethosI, die Landenge zwischen Ägypten und der Halbinsel Sinai zu durchstechen - so alt ist der Plan, einen Kanal zwischen Mittelmeer und Rotem Meer zu bauen. Doch erst im Jahr 1869 wurde der Suezkanal der Schifffahrt übergeben. Er ist die wichtigste Schifffahrtsstraße der Welt, 14% der Fracht weltweit werden durch den 163 km langen Kanal zwischen Port Said und Suez transportiert. Erbaut wurde er von der Französischen Suezkanalgesellschaft unter der Leitung von Ferdinand de Lesseps, der allen Ruhm einstrich. Zu Unrecht, denn die Pläne hatte der österreichische Ingenieur Alois Negrelli entworfen. Am 17.November 1869 fand die feierliche Eröffnung statt.

Straße von Messina - Barriere und Verbindungsweg
Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Martin Trauner
„Seufzend ruderten wir hinein in die schreckliche Enge“. So beschreibt Homer in der Odyssee die Angst seines Helden, als er die Straße von Messina durchfuhr. Strömungen, Stürme und zwei Ungeheuer erwarteten ihn. Die Meerenge trennt Sizilien vom italienischen Festland und das östliche vom westlichen Mittelmeer. An ihrer engsten Stelle ist sie drei Kilometer breit, und in der Tiefe treffen zwei Kontinentalplatten zusammen: Sie ist auch Erdbebengebiet. Trotz aller Gefahr war die Straße von Messina immer umkämpft. Völker, die Italien beherrschten, wollten auch Sizilien haben. Und die, die Sizilien beherrschten, wollten nicht vom Festland her angegriffen werden. Für Phönizier, Griechen und Römer, Byzantiner, Araber, Normannen, später für die Herrscher der deutschen Stauffer-Dynastie und die Habsburger und Bourbonen, die aus Spanien kamen - für sie alle war die Straße von Messina lebenswichtig. 1861 wurde Sizilien in den neuen Staat Italien eingegliedert, und 1943 nutzten die Alliierten Die Straße von Messina zum Übersetzen auf's Festland - ein wichtiger Teil des Italienfeldzugs gegen Mussolini. Als Verbindung und Grenze zugleich war die Straße von Messina immer ein Spannungsfeld.

Moderation: Michael Zametzer
Redaktiobn: Thomas Morawetz

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