Bayern 2

Zeit für Bayern Vom Tod

Ein Totengräber bei der Arbeit | Bild: picture-alliance/dpa

Samstag, 26.10.2019
12:05 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Totengedächtnis, Fürbittzettel, Sammlerstück und Forschungsobjekt
Das Sterbebild stirbt nicht aus
Von Regina Fanderl

Lachen verboten!?
Beruf: Totengräber
Von Tobias Föhrenbach

Wiederholung um 21.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Totengedächtnis, Fürbittzettel, Sammlerstück und Forschungsobjekt
Das Sterbebild stirbt nicht aus
Von Regina Fanderl

Die meisten Leute haben sie daheim in einer Schachtel aufbewahrt: die Sterbebilder, jene meist 15x7 cm großen, gefalteten Hochglanzkärtchen. Es sind quasi die letzten Visitenkarten eines Menschen mit seinen wichtigsten Lebensdaten, einem Foto und gerne auch mit einem Spruch oder einem Bibelzitat versehen. Die Vorderseite zeigt, was dem Verstorbenen gefallen hätte: ein Wegkreuz, eine Kirche, einen Baum, einen Steg, eine herbstliche Landschaft. Früher waren Dürer's "Betende Hände" sehr gefragt oder die "Schwarze Madonna von Altötting". Ob religiös oder nicht: Die früher auch "Totenzettel" genannten Andenken werden nach dem Requiem oder der Gedenkfeier gerne mitgenommen, denn sie dienen nicht nur der Erinnerung oder einer Sammlerleidenschaft, sondern sie helfen auch bei der Familienforschung. Regina Fanderl über das Sterbebild, das auch im digitalen Zeitalter nicht ausstirbt.

Lachen verboten!?
Beruf: Totengräber
Von Tobias Föhrenbach

Schon allein beim Wort „Totengräber“ schaudert es den ein oder anderen. Wenn man sich dann auch noch einen hageren Mann, bleich mit tief eingefallenen Augen vorstellt, der in einer schwarzen Kutte in der Dämmerung über den Friedhof schreitet sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Klischee. Den Beruf des Totengräbers gibt es so lange wie es Beerdigungen gibt, schon immer war er mit allerlei Aberglauben und Vorurteilen behaftet und über viele Jahrhunderte als unehrenhaft stigmatisiert. Doch gibt es den klassischen Totengräber heute überhaupt noch und was unterscheidet ihn vom Friedhofswärter und der seit 2007 staatlich anerkannten „Bestattungsfachkraft“?
Wie sich das Bild und die Aufgaben des Totengräbers bis heute gewandelt haben, welche Legenden sich hartnäckig halten und warum er für einige Wenige der Traumjob schlechthin ist. Ein Feature garantiert nicht ohne Gruselfaktor.

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