Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Mobilität durch Motoren

Porträt von Rudolf Diesel | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 09.10.2019
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Rudolf Diesel
Zwischen Genie und Versagen

Elektromobilität
Neuer Trend mit langer Geschichte

Das Kalenderblatt
9.10.1846
Julius Maggi geboren, Saucen-Erfinder
Von Anja Mösing
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Rudolf Diesel - zwischen Genie und Versagen
Autor: Stephan Lina / Regie: Martin Trauner
Er ist auf deutschen Straßen allgegenwärtig: der Diesel-Motor. Trotz aller Diskussionen rund um Umweltbelastung und Fahrverbote wird knapp die Hälfte aller Autos mit Diesel-Antrieb gekauft, bei den Nutzfahrzeugen sind es nahezu 100 Prozent. Auch bei Schiffen dominiert der Selbstzünder als Antrieb, und lange Zeit hatten auch Fabriken kleine Diesel-Kraftwerke. Hinter dieser Allgegenwart steckt die Idee eines einzelnen Mannes: Rudolf Diesel. Im schwäbischen Augsburg entwickelte er zum Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag des heutigen MAN-Konzerns einen Motor, der auf einen Schlag die Welt veränderte und zum Beispiel die Dampfmaschine obsolet machte. Hinter dieser genialen Erfindung steckt allerdings auch eine gewisse Tragik. Rudolf Diesel war ein Getriebener, der mit verbissenem Durchsetzungsvermögen einer bescheidenen Herkunft entkommen wollte. Der Erfolg seiner Erfindung ermunterte ihn zudem zu Selbstüberschätzung. Er entwarf nicht nur technische Neuerungen, sondern glaubte sich auch in der Lage, die sozialen Probleme seiner Zeit mit revolutionären Ideen lösen zu können, was kläglich scheiterte. Dazu kamen Fehlinvestitionen, die den genialen Erfinder finanziell ruinierten. Am Ende stand ein mysteriöser Tod, als Rudolf Diesel bei einer Schiffsfahrt nach Großbritannien spurlos verschwand. Bis heute halten sich Gerüchte über einen von Geheimdiensten organisierten Mord. Wahrscheinlicher aber ist, dass Diesel - geplagt von finanziellen Sorgen - freiwillig aus dem Leben schied.

Elektromobilität - neuer Trend mit langer Geschichte
Autor: David Globig / Regie: Sabine Kienhöfer
Wir stecken mitten in einer Mobilitäts-Revolution: Autohersteller investieren Milliarden in Elektrofahrzeuge. E-Bikes erobern inzwischen selbst das unwegsamste Gelände. Auf Flüssen und Meeren sind die ersten großen Schiffe mit Batterie- und Hybrid-Antrieb unterwegs. Und Dutzende Unternehmen entwickeln elektrische Flugtaxis. Doch vieles, was uns absolut neu vorkommt, hat eine Geschichte, die bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Schon 1839 glitt ein Elektroboot durch die Kanäle von Sankt Petersburg. Entwickelt hatte es ein preußischer Ingenieur. Viele der Autos, die vor dem Ersten Weltkrieg auf den Straßen unterwegs waren, fuhren mit Strom. Und das erste US-Patent für ein Elektrofahrrad stammt von 1895. In den meisten Bereichen machte jedoch der Verbrennungsmotor das Rennen. Erst heute hat die Elektromobilität eine echte Chance: dank neuer, immer leistungsfähigerer Akkus und Elektroantriebe.

Moderation und Redaktion: Iska Schreglmann

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