Bayern 2

radioWissen Künstlerpaare

Das Künstlerpaar Clara und Robert Schumann | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 10.09.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Clara und Robert Schumann
Tragisch, romantisch und ungewöhnlich

Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn
Liebe per Gedicht

Das Kalenderblatt
10.9.1945
Mike, geköpfter Hahn, lebt einfach weiter
Von Prisca Straub
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Clara und Robert Schumann - Tragisch, romantisch und ungewöhnlich
Autor und Regie: Markus Vanhoefer
Robert und Clara Schumann, der geniale Komponist und die erfolgreiche Pianistin. Es ist die Ehe zweier Künstler, die, jede/r für sich, dem 19. Jahrhundert ihren Stempel aufgedrückt haben. Dabei erzählt ihre Beziehungsgeschichte nicht nur viel über die Musik der deutschen Romantik, sie ist auch ein emotional aufgeladenes Melodram, in dem Glück und tiefe Gefühle genauso eine Rolle spielen, wie persönliche Probleme und tragische Ereignisse. Da geht es um den jungen Robert, der sein Jurastudium abbricht, weil er unbedingt Klaviervirtuose werden will, und um das kleine Mädchen Clara, das als Piano-Wunderkind für Furore sorgt. Es geht um zwei, die heiraten wollen und dies jahrelang nicht dürfen, und um einen Familienvater, der psychisch erkrankt und in einer Heilanstalt stirbt.
Robert und Clara Schumanns Lebensumstände sind genauso ungewöhnlich wie ihre Persönlichkeiten. Das macht den besonderen Reiz ihrer Partnerschaft aus.

Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn - Liebe per Gedicht
Autorin und Regie: Gabriele Knetsch
Else Lasker-Schüler war eine Vielbegabte - Dichterin, Theater- und Prosaautorin, Zeichnerin, Visionärin. Exzentrikerin. Die jüngste Tochter eines jüdischen Bankiers aus Wuppertal galt früh schon als Wunderkind - konnte sie doch schon mit vier Jahren lesen und schreiben. Else Lasker-Schüler wurde zu einer der bedeutendsten Vertreterinnen des Expressionismus. Sie lernte den Arzt und Dichter Gottfried Benn kennen und lieben - Zeugnis von dieser Beziehung geben eine Reihe von Liebesgedichten, die sie Benn widmetet. Die Dichterin stilisierte sich selbst, flüchtete in eine Märchenwelt. Als "Prinz von Theben" verkleidet spazierte sie durch die Straßen von Berlin. Mit dem "Blauen Reiter", dem Maler Franz Marc, beginnt Prinz Jussuf von Theben einen regen, künstlerisch produktiven Briefwechsel. Vor den Nazis flüchtet die Jüdin 1932 zuerst in die Schweiz und später nach Jerusalem, wo sie 1945 einsam im Exil stirbt. Bis zuletzt eine faszinierende Künstlerin, die sich in Wort und Bild ihre idealen Traumwelten schafft. Traumwelten, die im Kontrast zu der spannungsreichen Realität standen, unter der Else Lasker-Schüler zu leiden hatte.

Moderation: Kristina Thiele
Redaktion: Andrea Bräu

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