Bayern 2

radioWissen Richard Wright und Orson Welles

Richard Wright | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 27.08.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Richard Wright
Vater der Black Power

Orson Welles
Filmgenie und Mythos

Das Kalenderblatt
27.8.1912
Tarzan greift erstmals zur Liane
Von Simon Demmelhuber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Richard Wright - Vater der Black Power
Autor und Regie: Frank Halbach
Mit der Erzählsammlung „Uncle Tom’s Children“, in deren Zentrum der Rassismus in den US-amerikanischen Südstaaten steht, läutet der afroamerikanische Autor Richard Nathaniel Wright 1938 eine neue Epoche der schwarzamerikanischen Literatur ein. Die Probleme der Schwarzen werden in geballter Form zum Thema der Weltliteratur. Mit dem Roman „Native Son“ gelingt Wright der erste Bestseller eines Afroamerikaners. Wright ist der erste schwarze Autor aus den Südstaaten, der sich literarisch zu Wort meldet. Seine Jugend am Mississippi war geprägt von Gewalt, Rassismus und dem Terror des Ku Klux Klan. Wright beschreibt diese Zeit erschütternd eindringlich in seiner Autobiographie „Black Boy“ aus dem Jahr 1945. Auch sie wird ein Welterfolg und bringt Wright eine Einladung nach Frankreich ein. Hier fühlt sich der Autor zum ersten Mal als Mensch und nicht als minderwertiger „Nigger“ wahrgenommen. Er geht nach Frankreich ins selbstgewählte Exil. Dort veröffentlicht er 1954 „Black Power“, ein Buch über die Unabhängigkeitsbestrebungen der afrikanischen Kolonien. Der Titel wird zum Slogan der schwarzen Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre und steht bis heute als Ausdruck des Protestes gegen Rassenhass und Diskriminierung.

Orson Welles - Filmgenie und Mythos
Autorin und Regie: Dorit Kreissl
Er war ein Wunderkind: Mit zehn Jahren brachte der junge Orson "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" auf die Bühne. Er produzierte das Stück nicht nur, er schrieb auch das Bühnenbuch und spielte sämtliche Rollen. Orson Welles - der Universalkünstler setzte als Autor, Regisseur und Schauspieler Maßstäbe. Sein Meisterwerk "Citizen Kane" gilt vielen gar als bester Film aller Zeiten. Unvergessen auch sein fiktives Radiohörspiel "Krieg der Welten", das so realistisch klang, dass viele US-Bürger tatsächlich an eine Invasion von Außerirdischen glaubten. Unvergessen seine zwiespältige Rolle als Harry Lime im "Dritten Mann". Der frühe Ruhm hatte Schattenseiten. Er war erst 25, als er "Citizen Kane" schuf und wurde daran gemessen. In Hollywood war er ein Außenseiter. Viele seiner Projekte und Ideen blieben unvollendet.

Moderation:
Redaktion: Andrea Bräu

Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
http://br.de/s/5AgZ83

Die ganze Welt des Wissens

radioWissen bietet Ihnen die ganze Welt des Wissens: spannend erzählt, gut aufbereitet. Nützlich für die Schule und bereichernd für alle Bildungsinteressierten.