Bayern 2

radioReisen Ruanda

Dreiköpfige Familie in Ruanda, die in einem der sogenannten Versöhnungsdörfer lebt. | Bild: picture alliance/Gioia Forster/dpa

Montag, 27.05.2019
14:05 bis 15:00 Uhr

BAYERN 2

Ruanda
Reisegeschichten über ein Land zwischen Versöhnung und Aufbruch
25 Jahre nach dem Genozid gibt es in Ruanda sogenannte Versöhnungsdörfer, in denen Täter und Opfer Seite an Seite leben. Und Kigali wird hip: Cafés, Mode, Motorradtaxis.

Außerdem:
50 States, Folge 2: North Dakota - zwischen Bohrturm und Reservat

Moderation: Bärbel Wossagk
Wiederholung vom Sonntag, 13.05 Uhr
Als Podcast verfügbar

Kigali im Aufschwung
Wie die ruandische Hauptstadt hip werden will
Eine Tasse Kaffee kostet fast soviel wie in Deutschland - und obwohl das für die meisten Einheimischen viel zu teuer ist, gibt es in Ruandas Hauptstadt Kigali immer mehr hippe Cafés. Auch viele junge Menschen wagen den Schritt, ein eigenes Geschäft aufzuziehen: für Mode made in Ruanda oder eine Flotte
von Motorrad-Taxis mit ausschließlich weiblichen Fahrern. Anja Koch war in einer Stadt unterwegs, in der „Aufbruch“ das Motto der Stunde ist.
Von Anja Koch

Versöhnungsdörfer in Ruanda - wenn Täter und Opfer Nachbarn sind
Während des Völkermords in Ruanda wurden 1994 schätzungsweise eine Million Menschen getötet. Versöhnung ist in dem Land deshalb ein wichtiges Thema - die nationale “Einheits- und Versöhnungskommission” hat mit Hilfe einer christlichen NGO sogenannte “Versöhnungsdörfer” aufgebaut. In denen leben die Täter des Genozids mit Menschen zusammen, deren Angehörige sie getötet haben - das klingt unvorstellbar. Aber es gibt sogar Touren für Touristen in diese Dörfer. Maria Caroline Wölfle hat eines dieser Dörfer besucht und konnte mit Opfern und Tätern sprechen, die heute Nachbarn sind.
Von Maria Carolina Wölfle

50 States -  Folge 2 North Dakota
Zwischen Bohrturm und Reservat
In North Dakota hat der Mensch den Missouri in riesige Stauseen gezwängt. Das Land ist karg und dünn besiedelt. Doch mit dem Fracking-Boom werden jetzt Öl und Gas aus dem Boden gepresst. Die einstigen Jagdgründe der Indianer überziehen heute Bohrtürme, Gasfackeln und Pipelines.