Bayern 2

Bayerisches Feuilleton "Aus Geistestiefen leuchtend"

Sonntag, 26.05.2019
20:05 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

"Aus Geistestiefen leuchtend"
Rudolf Steiner in München
Von Friedemann Beyer

Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Eine Hochburg der Esoterik war Anfang des 20. Jahrhunderts München. Hier trafen Strömungen wie Okkultismus, Theosophie und später die Anthroposophie Rudolf Steiners auf ein ebenso empfängliches wie engagiertes Publikum aus Künstlern, Intellektuellen und Bildungsbürgern, die mit ihrer Hinwendung zum Übersinnlichen dem "Ungeist des Materialismus" entgegentreten wollten.

München war 1907 Schauplatz eines internationalen Theosophischen Kongresses, der den Aufbruch Rudolf Steiners zur Anthroposophie markiert. Ebenfalls in München wurden zwischen 1910 und 1913 unter großem öffentlichen Interesse Steiners "Mysteriendramen" uraufgeführt. Hier schließlich plante Steiner mit dem "Johannesbau" das erste überregionale anthroposophische Bildungs- und Veranstaltungszentrum. Nach dem Scheitern des Projektes in München wurde es 1913 im schweizerischen Dornach als "Goetheanum" realisiert - bis heute Herzstück der Bewegung.

Friedemann Beyers Feature beleuchtet ein bedeutsames, bislang kaum beachtetes Kapitel Münchner Kulturgeschichte vor dem Hintergrund des geistigen Klimas der Stadt in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg.

Hörkino zum Frühstück statt Frühstücksfernsehen

Das Bayerische Feuilleton erzählt keine Geschichten, die schon 100 Mal erzählt wurden. Alle Spielarten von Geschichte hinter den Geschichten sind möglich. Wir nutzen die Chance für Spott, Scherz, Satire und Ironie. Uns interessieren Themen, in denen sich reale Ortschaften mit Literatur und Kunst verbinden. Wir schätzen Originale in der schönen neuen Medienwelt der "Unauffälligen". Wir bieten radiophone Geschichten mit Gedankenstoff und Spielraum für Gefühle. Als journalistisches Genre hat das Bayerische Feuilleton eine anspruchsvolle Tradition.