Bayern 2

Breitengrad Der Tag, an dem die NATO auf dem Balkan eingriff

A Royal Norwegian Air Force F-16A drops away after refuleing over the Balkan region from a United States Air Force KC-135R of the 22nd Air Refueling Wing, McConnell Air Force Base, Kan., in support of NATO Operation Allied Force. The Air Mobility Command KC-135R "Stratotanker" is deployed from McConnell to Royal Air Force Mildenhall, England, where it is flying as part of the 100th Air Expeditionary Wing. The Norwegian F-16A is loaded out with air-to-air missiles and has refueled to extend its loiter time and range during a Combat Air Patrol over the former Yugolavia. Tankers from bases throughout England make up a large port. | Bild: picture-alliance/dpa/Senior Airman Greg L. Davis

Mittwoch, 27.03.2019
14:05 bis 15:00 Uhr

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BAYERN 2

Der Tag, an dem die NATO auf dem Balkan eingriff
Operation Allied Force
Von Clemens Verenkotte

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Für die Kosovo-Albaner war es der Tag der Rettung, für die Serben der Tag des Niedergangs: Am Abend des 24. März 1999 griffen NATO-Verbände in den Kosovo-Krieg ein, flogen bis zum 10. Juni Tausende von Einsätzen. Ohne ein Mandat des UN-Sicherheitsrates begründeten die NATO-Staaten den Eingriff mit der anhaltenden ethnischen Säuberung sowie den Massakern, die serbische Polizei-, paramilitärische und Armee-Einheiten an der kosovo-albanischen Zivilbevölkerung verübten. Heute, 20 Jahre nach dem NATO-Eingreifen zugunsten der kosovarischen UCK-Verbände, sind die Folgen in Serbien und im Kosovo noch deutlich zu spüren. „Ohne die NATO gäbe es hier keine Albaner mehr,“ sagt uns ein ehemaliger UCK-Kommandeur. „Das war ein Verstoß gegen das Völkerrecht,“ meint der damalige jugoslawische Außenminister gegenüber dem ARD-Studio Wien.

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