Bayern 2

radioWissen Die Sache mit dem Sex und seinen Folgen

Darstellung: Fruchtbarkeitssymbol | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 16.01.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Walnuss und Widder
Symbole der Fruchtbarkeit

Penis! Penis! Penis?
Der Kult um das beste Stück

Das Kalenderblatt
16.1.1919
Prohibitionsartikel in den US ratifiziert
Von Martin Trauner
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Walnuss und Widder - Symbole der Fruchtbarkeit
Autorin: Silke Wolfrum / Regie: Irene Schuck
Kein Thema ist wohl so alt, so universal und so elementar wie die Fruchtbarkeit, sichert sie doch unseren eigenen Fortbestand, unser Weiterleben und Überleben. Kein Wunder also, dass es zu allen Zeiten und in allen menschlichen Gesellschaften zahlreiche Symbole gibt, die Fruchtbarkeit thematisieren. Viele davon stammen aus Flora und Fauna. Einige Lebewesen wie Frosch oder Hase stehen aufgrund ihrer hohen Nachkommenschaft für Fruchtbarkeit. Andere, wie der Granatapfel oder die Walnuss, werden aufgrund ihrer besonderen Form oder Farbe mit Fortpflanzung und neuem Leben in Verbindung gebracht. Geopfert, verspeist, umtanzt oder eng am Körper getragen - die Rituale um Fruchtbarkeitssymbole sind zahlreich. Auch heute, im hochtechnisierten 21. Jahrhundert, werfen wir noch Reis bei Hochzeiten und malen an Ostern die Eier rot.

Penis! Penis! Penis? - Der Kult um das beste Stück
Autorin: Prisca Straub / Martin Trauner
Bleich und verschrumpelt - besonders ansehnlich sind die Exponate nicht: Penisse von rund 300 Säugetier-Arten - vom winzigen Hamster bis zum gigantischen Pottwal - zeigt das weltweit einzige Penismuseum in Islands Hauptstadt Reykjavik. Ein menschliches Exemplar ist auch darunter. Als Symbol für Fruchtbarkeit und Zeugungskraft wird der Penis seit Urzeiten verehrt. In der Antike steht er von Statuen ab, ragt auf Vasenmalereien hervor und war als Glücksbringer in handlicher Amulettform zu haben. Als Objekt der Anbetung konnte der Phallus aus wertvollen Materialien nachgebildet sein und kultisch verehrt werden. Phallische Gottheiten - wie etwa der griechisch-römische Priapus mit seinem steil hervorragenden, gewaltigen Geschlechtsteil - galten keineswegs als obszön, sondern als den Menschen wohlgesonnene Begleiter. Eine Vorstellung, mit der das Christentum so gar nichts anfangen konnte.

Moderation:Florian Kummert
Redaktion: Bernhard Kastner

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