Bayern 2

radioWissen Geschickte Räuber der Meere

Darstellung: Hai | Bild: picture-alliance/dpa

Freitag, 11.01.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Haie
Die Dinosaurier und Polizisten der Meere

Delfine
Schlau, sozial und rätselhaft

Das Kalenderblatt
11.1.1959
Kilius und Bäumler geben meisterliches Paar auf dem Eis
Von Regina Fanderl

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Haie - Die Dinosaurier und Polizisten der Meere
Autorin: Leslie Rowe / Regie: Sabine Kienhöfer
Er ist eines der ältesten und wichtigsten Lebewesen der Erde. Sei es seine einzigartige Haut oder seine gepflegten, immer wieder nachwachsenden Zähne: Über Jahrmillionen hat sich der Hai perfekt angepasst an die Lebensbedingungen unter Wasser, ist damit einer der Top-Prädatoren, der als Polizist der Meere das ökologische Gleichgewicht kontrolliert wie kein anderes Lebewesen. Auch vor kaum einem anderen Tier hat der Mensch so große Angst wie vor ihm - und das, obwohl jede Stunde über 10.000 Haie auf der Welt durch Menschenhand sterben. Dabei leben die meisten Haie in so weit vom Menschen entfernten Meeres-Regionen, dass sie bislang völlig unerforscht sind. Weltweit sind über 500 Haiarten bekannt - wie Wissenschaftler schätzen - nur ein kleiner Teil der weitverzweigten, sehr unterschiedlich entwickelten Haifamilie. Da gibt es die Grauen Riffhaie, die in den küstennahen Korallenriffen jagen, oder den Weißen Hai, der dank seiner Größe und nicht zuletzt durch Hollywood-Filme in den Köpfen der Zuschauer zum Monster der Meere geworden ist. Es gibt Haie, wie die Laternenhaie, die in den tiefsten Abgründen der Ozeane leben und niemals das Tageslicht sehen - oder den Grönlandhai, der erst im Alter von 140 geschlechtsreif wird und mit einer Lebenserwartung von an die 400 Jahren das langlebigste Wirbeltier der Welt ist. Da gibt es Fleischfresser, wie den Bullenhai, der mit am häufigsten an Unfällen mit Menschen beteiligt ist - oder den großen Walhai, ein reiner Planktonfresser, über dessen Lebensgewohnheiten bislang kaum etwas bekannt ist. Haie gibt und gab es auf der ganzen Welt: Sogar im bayerischen Altmühltal waren in der Urzeit viele Arten vertreten. Auch eine Zukunft ohne Haie darf es nicht geben: Im Kampf gegen den Klimawandel spielt die mittlerweile bedrohte Tierart eine ganz eigene, unverzichtbare Rolle.

Delfine - schlau, sozial und rätselhaft
Autorin: Alkyone Karamanolis / Regie: Sabine Kienhöfer
Delfine üben seit jeher eine Faszination auf den Menschen aus. Ihr Spiel mit den Wellen, ihr vermeintliches Lächeln, ihr soziales Verhalten haben die Fantasie der Menschen schon immer angeregt. Die ältesten bekannten Zeichnungen von Delfinen finden sich in Höhlen in Nordnorwegen und sind vor 9.000 Jahren entstanden. Völker der Südsee betrachten die Delfine noch heute als Götterboten.
Die Neugier, mehr über die Delfine zu erfahren, reicht mindestens bis in die Antike zurück. Dem griechischen Philosophen Aristoteles etwa verdanken wir die Erkenntnis, dass Delfine Säugetiere sind. Heute wissen wir außerdem, dass die Delfine vor Jahrmillionen vom Land zurück ins Meer gegangen sind. Mit den Fischen sind sie daher nicht enger verwandt als wir Menschen. Wir haben erkannt, dass sich Delfine mit einem ausgeklügelten Echolotsystem ein Bild ihrer Umgebung schaffen. Und dass sie schlafen, indem sie abwechselnd die rechte und die linke Gehirnhälfte abschalten. Denn um atmen zu können, müssen sie bei Bewusstsein sein. Dennoch bleibt vieles an ihrem Verhalten rätselhaft. Es sind viele Fälle dokumentiert, in denen Delfine Schiffbrüchige gerettet haben. Aber: Woher wissen die Delfine, dass sie die Menschen zurück an Land geleiten müssen? Und weshalb schützen Delfine Menschen etwa vor Haien? Fühlen sie etwa dasselbe für uns, was wir für sie fühlen?

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Bernhard Kastner

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