Bayern 2

Notizbuch Gewächshausanbau

Zwei Männer in einem Gewächshaus | Bild: BR

Donnerstag, 22.05.2014
10:05 bis 12:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Bahnfahren in Großbritannien: Im Mutterland der Eisenbahn hat man Erfahrung mit der Privatisierung /
Weichen richtig gestellt? Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Bahn reformiert - wer hat gewonnen, wer verloren? Gespräch mit Prof. Heiner Monheim, Verkehrswissenschaftler, Trier /
Bahnfahren in der Schweiz: Auch das Vorbild aus dem Nachbarland hat neuerdings Probleme /
Europäische Umweltpolitik und ihre Auswirkungen auf Bayern /
Was tut Europa für die Umwelt? Informationen anlässlich der Europawahl von Jakob Mayr, BR-Korrespondent aus Brüssel /
Nah dran: Zartes Gemüse, ein hartes Geschäft? Gewächshausanbau in Bayern /
Notizbuch Service:
Gen-Honig zum Frühstück? Was bedeutet die fehlende Kennzeichnungspflicht für Honig mit GVO-Pollen? /
Plage oder schützenswertes Tier? - Die Maulwurfsgrille /
Kurz vor 12: Gartenidylle
Moderation: Mathias Knappe
11.00 Nachrichten, Wetter
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Ausgewählte Beiträge als Podcast verfügbar

Nah dran: Zartes Gemüse, ein hartes Geschäft? Gewächshausanbau in Bayern

Die Zeiten, als die Tomaten noch von gemütlichen Gärtnern in kleinen Treibhäusern gezogen wurden und der Gärtner jede Tomate persönlich kannte, diese Zeiten sind lange vorbei. Heute ist die Gemüseproduktion, zumindest die in großem Stil und unter Glas, eine hoch technisierte Angelegenheit. Und ein Ganzjahresjob. Denn wer sich auf dem hart umkämpften Gemüsemarkt behaupten will, der muss rund ums Jahr produzieren. Die Tomatensaison zum Beispiel beginnt im März und endet Mitte November. Im Frühjahr ist die Tomatenernte eine recht erträgliche Angelegenheit, die Pflanzen sind niedrig, die Temperaturen angenehm. Im Hochsommer aber, wenn sich die Hitze unter dem Glasdach staut und das Grünzeug eine Höhe von fast fünf Metern erreicht hat, ist die Pflückerei enorm schweißtreibend. Ins Schwitzen geraten auch die Berater des Gemüseerzeugerrings. Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, dass immer genügend Nützlinge durch die gläsernen Gemüsepaläste schwirren. Dazu müssen sie ganz genau wissen, welche Temperaturen und welche Luftfeuchtigkeit welches Tierchen braucht. Denn nur ein glücklicher Nützling wird Schädlinge erfolgreich in Schach halten. Ist beim Anbau alles gut gegangen, können die Früchte vermarktet werden. Weil Frischgemüse eine verderbliche Ware ist, ist die Vermarktung ein schnelles Geschäft. Und ein Unsicheres. Der Preis für die Ware wird jede Woche neu verhandelt, Abnahmegarantien gibt es keine, und wenn sich der Gärtner mit den Mengen verkalkuliert, dann kann er den Überschuss selber essen. Birgit Kraft zeigt im Notizbuch-Nah dran am 22. Mai 2014 auf Bayern 2, dass es also ganz schön hart ist - das Geschäft mit dem zarten Gemüse.