Bayern 2

Eins zu Eins. Der Talk Gast: Christoph Niemann, Illustrator

Donnerstag, 15.11.2018
22:05 bis 23:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Kaline Thyroff im Gespräch mit Christoph Niemann, Illustrator
Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Spitzer-Abfall wird zum Gehirn, eine Muschel zur Badehose, ein Tintenfass zur Kamera. Wenn Christoph Niemann zeichnet, werden Gegenstände lebendig. "Im Auge des Betrachters" heißt eine Ausstellung des international renommierten Illustrators im Münchner Literaturhaus.

Frust ignorieren und weitermachen
Seine eigene Komfortzone wird Christoph Niemann schnell zu ungemütlich, denn er sagt: "Man muss die Richtung ändern, wenn alles gut ist". So geht er mit 24 und einer Zeichenmappe unter dem Arm nach New York, um bei diversen Verlagen anzuklopfen. Dabei scheut er auch vor den großen Namen nicht zurück und wird in den USA schneller bekannt als in Deutschland, illustriert für Bücher, Zeitschriften, Museen - unter anderem für die New York Times und den New Yorker. Talent? - wird seiner Meinung nach überbewertet: "Talent ist die Fähigkeit, den Frust zu ignorieren und weiterzumachen". Da ist es: das Augenzwinkern und die philosophische Ader, die nicht nur im Gespräch mit ihm, sondern auch in seinen Entwürfen durchschimmern. Die meisten Ideen hat er ganz klassisch am Schreibtisch und das klingt erstaunlich normal für einen, der seit 2010 Mitglied der "Art Directors Hall of Fame" ist. Zu normal auch für einen, der 2008 mit Frau und drei Söhnen beschließt, dass New York zu sehr Komfortzone geworden ist und nach Berlin zieht.

Laufen und zeichnen
In "Eins zu Eins. Der Talk" mit Kaline Thyroff verrät Christoph Niemann auch wie man es schafft, den New York City Marathon gleichzeitig zu laufen und zu zeichnen - und er erklärt, welche Rolle Gummibärchen in seinem Leben spielen.

Eins zu Eins. Der Talk

Erfahrungen und Einsichten, einschneidende Erlebnisse und große Erfolge: Biografische Gespräche mit Menschen, die eine spannende Lebensgeschichte oder einen außergewöhnlichen Beruf haben.