Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Spitzen-Bayern

Luftaufnahme von der Zugspitze | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 08.10.2018
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Die Zugspitze
Ein Wettlauf Bayern-Österreich

Ludwig II.
Der Mondkönig

Das Kalenderblatt
8.10.1985
Das Musical "Les Miserables" wird uraufgeführt
Von Markus Vanhoefer
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Zugspitze - Ein Wettlauf Bayern-Österreich
Autor: Markus Mähner / Regie: Sabine Kienhöfer
Auf der Zugspitze geht es oft zu "wie am Stachus". Da treffen Flip-Flop-beschuhte japanische Touristen auf langbärtige Garmischer, die mit schweren Bergschuhen und Kletterseil bepackt sind. Omas und Opas treffen auf Kinderwägen. Leicht bekleidete Sonnenanbeter auf Skifahrer im Winteroutfit. Menschen aus allen Ländern stürmen den Berg, um seine einmalige Aussicht zu genießen und "einmal droben gewesen zu sein". Das war nicht immer so. Lange Zeit stritten sich Bayern und Tiroler um die Erschließung der Zugspitze. Da ging es ausschließlich darum, wer als erster den Gipfel erreichte - zu Fuß, mit der Seilbahn oder per Zahnradbahn. Von diesen alten nationalen Eifersüchteleien ist schon längst nichts mehr zu spüren, allerdings - auch, wenn es höhere Berge gibt - ist die Zugspitze Schauplatz für sportliche Höchstleistungen geblieben. Da gibt es haarsträubende Drahtseilakte zu bestaunen wie unglaubliche Schnellbesteigungen oder artistische Kletterübungen. Die Zugspitze ist einfach mehr als nur ein Berg - sie ist auch ein Mythos und ein Magnet, der nicht nur Touristen, sondern auch Superlative anzieht.

Ludwig II. - Der Mondkönig
Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber
Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee: Die Bauten König Ludwigs II. prägen das Bayernbild in der ganzen Welt. Mit ihnen wurde auch Ludwig berühmt - der schöne, weltabgewandte Herrscher, der zu den Klängen von Wagners Musik nachts durch seine Märchenschlösser irrte, der König, der vergebens versuchte, sich einer neuen, schlechteren Zeit entgegenzustemmen. Erst nach dem mysteriösen Tod von Ludwig II. im Starnberger See entwickelte sich dieses idealisierte Bild vom "Märchenkönig". Zu seinen Lebzeiten hatte das Volk das Treiben ihres "Kinis" durchaus mit Skepsis betrachtet. Denn Ludwig erfüllte die Pflichten eines Herrschers nur unwillig und vermied den Kontakt zur Öffentlichkeit. Statt sich politisch zu engagieren und Bayerns Position im neu gegründeten Deutschen Reich zu festigen, unternahm er lieber romantische Schlittenfahrten im Gebirge. Möglichst in der Dunkelheit, wie seine Umgebung klagte: "Der König verkehrt die Nacht zum Tag und den Tag zur Nacht!"

Moderation:
Redaktion: Thomas Morawetz

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