Bayern 2

     

radioWissen Liebe und das Drumrum

Hollywoodkuss: Janet Leigh und Clark Gable in "Vom Winde verweht" | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 04.10.2018
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Das Geheimnis der Partnerwahl
Konvention und Evolution

Der Kuss
Biologie einer Liebkosung

Das Kalenderblatt
4.10.1454
Agnes Schwanfelder erfindet das Götzzitat
Von Simon Demmelhuber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Das Geheimnis der Partnerwahl - Konvention und Evolution
Autorin: Iska Schreglmann / Regie: Christiane Klenz
Gutaussehend, sportlich, naturverbunden, kinderlieb, humorvoll… Wunschlisten für potentielle Traumpartner sind lang. Doch für wen wir uns letztlich auch entscheiden: Die Evolutionspsychologie geht davon aus, dass wir dabei unbewusst vom psychischen Erbe unserer steinzeitlichen Vorfahren gesteuert werden. Nach dieser Theorie haben sich über Tausende von Generationen diejenigen Partnerwahl-Kriterien weitervererbt, die sich als erfolgreich erwiesen haben. Demnach bevorzugen Männer Frauen mit glatter Haut, Sanduhrfigur und symmetrischen Gesichtsformen - versteckte Hinweise auf Gesundheit und Gebärfähigkeit. Denn biologisch betrachtet dient die Partnerwahl nur einem einzigen Zweck: Nachwuchs zu erzeugen und so den eigenen Genen ein Weiterleben zu sichern, und zwar in einem Körper mit möglichst robuster Gesundheit. Die Forschung hat nachgewiesen, dass sich sowohl Frauen als auch Männer zu Partnern hingezogen fühlen, deren Körpergeruch optimale Immun-Gene signalisiert. Menschen werden jedoch von weit mehr geleitet als ihren Instinkten: Verbindende Faktoren wie eine ähnliche kulturelle Prägung, ein möglichst übereinstimmendes Bildungsniveau und gemeinsame Zukunftsziele sind wichtige Kriterien bei der Wahl eines Partners.

Der Kuss - Biologie einer Liebkosung
Autorin: Yvonne Maier / Regie:
Küssen ist wunderbar. Es kann aber auch irgendwie eklig sein - jedenfalls, wenn man daran denkt, dass man dabei Speichel austauscht. Und trotzdem küssen die meisten von uns gerne - unter anderem natürlich, wenn wir verliebt sind und dabei Hormone ausschütten, die unsere Beziehungsfähigkeit fördern. Doch Küssen ist sogar gesund. Das sagen zumindest Kussforscher, sogenannte Philematologen. Denn wenn wir unseren Liebsten knutschen, schlägt das Herz schneller und die Atemfrequenz steigt. All das baut nebenbei Stress ab. Dazu ist Küssen ein Mini-Krafttraining: Durchschnittlich 38 verschiedene Muskeln aktivieren wir dabei. Weil wir beim Küssen Speichel austauschen, inklusive Bakterien und Viren, ist es auch ein Training für das Immunsystem.

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Nicole Ruchlak

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