Bayern 2

radioTexte am Dienstag Mechtilde Lichnowsky: Kindheit in Bayern

Mechtilde Lichnowsky mit Ehemann Fürst Karl Max Lichnowsky | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 11.09.2018
21:05 bis 22:00 Uhr

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BAYERN 2

In ihren Memoiren schildert die Tochter von Graf Maximilian von Arco-Zinneberg ihre Kindheitserlebnisse in Niederbayern

"Dem selbstlosesten, treuesten Herzen gewidmet, meiner Mutter", lautet die Widmung, die Mechtilde Lichnowsky ihrem Buch "Kindheit" vorangestellt hat. Darin schildert die als drittes Kind des Grafen Maximilian von Arco-Zinneberg und von Freifrau Olga von Werther auf Schloss Schönburg am 8. März 1879 im Rottal geborene Autorin ihre Kindheitserlebnisse in Niederbayern. Dort unterhielt ihr Vater ein bedeutendes Vollblutgestüt, mit dem er sich auch auf Rennen auszeichnete und Preise gewann. In der ländlichen Idylle rund um Schloss Schönburg erfuhr die junge Ur-Ur-Urenkelin von Maria Theresia die Welt und empfing die entscheidenden Eindrücke, die sie für das Leben prägten. Nach ihrer Heirat mit dem Diplomaten Karl Max Fürst Lichnowsky zog sie nach Großbritannien, wo ihr Ehemann als Botschafter berufen worden war. Ab 1928 lebte Mechtilde Lichnowsky in Südfrankreich. Nach der Machtergreifung weigerte sie sich der Reichsschriftumskammer beizutreten. Daraufhin wurden ihre Bücher verboten, sie bekam Hausarrest. Im Sommer 1946 ließ sie sich in London nieder, wo sie auch 1958 starb. Für ihr Gesamtwerk bekam sie 1954 den Literaturpreis der Stadt München.