Bayern 2

radioWissen Klima und Gesellschaft

Vulkan Tambora | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 30.08.2018
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Gutes Wetter - gute Stimmung?
Klima und Charakter

Der Ausbruch des Tamboras
Der Vulkan, der den Winter brachte

Das Kalenderblatt
30.8.1797
Frankenstein-Tag
Von Justina Schreiber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Gutes Wetter - gute Stimmung? - Klima und Charakter
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Martin Trauner
Kühle, in sich gekehrte Nordlichter, temperamentvolle Südländer - die Idee solcher Stereotypen ist weit verbreitet und meistens ist, na klar, das Wetter daran schuld. Wenn, wie im südlichen Spanien, fast immer die Sonne scheint, muss man einfach gute Laune haben - so jedenfalls stellen sich das viele Menschen hierzulande vor. Aber was ist dran an solchen Zuschreibungen? Prägen Wetter und Klima einen Menschen? Bringt zum Beispiel das Leben in schroffen Bergen mit rauem Winden andere Charaktere hervor als das flache Land? Auch Wissenschaftler gehen solchen Fragen nach, wenn auch weitaus differenzierter als der Volksmund. Sie untersuchen beispielsweise, wie dauerhafte Klimaveränderungen Gesellschaften in früheren Jahrhunderten beeinflusst haben. Unumstritten ist diese Forschung nicht. Kritiker sprechen von Klimadeterminismus. Gemeint ist die Vorstellung, dass ein einziger Faktor, in diesem Fall das Klima, einen Menschen ausmachen könnte. Was also ist dran an den kühlen Nordlichtern?

Der Ausbruch des Tamboras - Der Vulkan, der den Winter brachte
Autorin: Dagmar Röhrlich / Regie: Frank Halbach
Feurige Wolken, Aschesäulen und ein Meer, das zu kochen schien: Mit einer gewaltigen Explosion brach am Abend des 10. Aprils 1815 auf der Insel Sumbawa im heutigen Indonesien der Tambora aus. Auf Sumbawa war das Inferno ausgebrochen. Und die Welt: Sie nahm erst Monate später davon Notiz in Form einer kleinen Meldung in der "Times of London". Was niemand ahnte: Der Ausbruch, der von seiner Sprengkraft her 170 000 Hiroshima-Bomben entsprach, sollte im Jahr darauf in Europa und Asien Zehntausende von Menschen töten und in Nordamerika zu einer Wirtschaftskrise führen. Denn 1816, das war das "Jahr ohne Sommer". Inzwischen ist viel über den Zusammenhang zwischen großen Ausbrüchen und Klima bekannt - und auch einiges über die Abhängigkeit der Gesellschaft vom Klima. Und so haben Forscher verschiedenster Bereiche aus Anlass des 200. Jahrestag nachgerechnet, was damals passiert ist - und was heute passieren würde, wenn ein solcher Ausbruch eine hochtechnisierte Menschheit mit mehr als sieben Milliarden "Mitgliedern" träfe. Denn solche Ausbrüche sind gar nicht so selten.

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Gerda Kuhn

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