Bayern 2

radioWissen Franz Liszt und Béla Bartók

Bela Bartok | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 17.04.2018
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Franz Liszt
Der Virtuose des Fortepianos

Béla Bartók
Meister der Moderne

Das Kalenderblatt
17.4.2012
007 rast beim Dreh in eine Istanbuler Schaufensterscheibe
Von Prisca Straub

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Franz Liszt - Der Virtuose des Fortepianos
Von Frank Halbach
1811 zog der "große Comet" über den Himmel. Im Oktober strahlte er am hellsten. Am 22.10.1811 wurde Franz Liszt geboren: Wunderknabe, von Frauen umschwärmter Pianisten-Star, Ausnahme-Komponist und gefeierter Dirigent. Seine Freunde und Bekannten lesen sich wie das Who is Who der Künstlerszene des 19. Jahrhunderts: Chopin, Paganini, Heine, Delacroix, Rossini, Balzac, Berlioz, Mendelssohn, Dumas, Musset, Gautier ... Franz Liszt stand für die "Musik der Zukunft". Kritiker hörten in seinen Kompositionen "Produkte einer kolorierenden Impotenz", seine Fans hingegen verfielen in begeisterte Hysterie, für die Heinrich Heine den Begriff "Lisztomanie" prägte. Bartok und Schönberg hielten die von ihm ausgehenden künstlerischen Impulse für bedeutsamer als die Richard Wagners. Liszt drückte Sujets jenseits der Musik mit Musik aus. Er "erfand" dazu die Sinfonische Dichtung: Jenseits des etablierten sinfonischen Ideals malte er ganze Landschaften und literarische Figuren in ihrem Kosmos. Sein Klavier konnte wie ein ganzes Orchester klingen, es war für ihn: "was dem Seemann seine Fregatte, dem Araber sein Pferd - mehr noch! es war ja mein Ich, meine Sprache mein Leben!"

Béla Bartók - Meister der Moderne
Von Markus Vanhöfer
„Kein anderer zeitgenössischer Komponist hat mich so unwiderstehlich angezogen wie Bartók“, hat der legendäre Geiger Yehudi Menuhin über ihn gesagt. Béla Bartók, Volksmusikforscher, Komponist und Pianist war einer der einflussreichsten und bedeutendsten Künstler des 20sten Jahrhunderts. Der gebürtige Ungar war jemand, der dem es gelang, aus bäuerlicher Volksmusik eine universelle Kunstmusik zu machen. Deshalb gilt er bis heute für viele Komponisten als Vaterfigur. Die Sendung widmet sich jedoch nicht nur dem Jahrhundert-Künstler Bartók und seinem Werk, sie erzählt auch von Exil und menschlicher Isolation - und damit von einer tragischen Persönlichkeit, die Opfer der weltpolitischen Umstände ihrer Zeit wurde.

Moderation: Christian Schuler
Redaktion: Petra Herrmann

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